In einem Moskauer Restaurant wurde der Anführer der oppositionellen Bewegung Oplot Jewgeni Zhilin aus nächster Nähe durch einen maskierten Unbekannten in einem Moskauer Restaurant erschossen. Ein Freund des Aktivisten, der sich im Lokal befand, wurde durch mehrere Schüsse schwer verletzt. Ein politisches Motiv wird nicht ausgeschlossen, berichtet RIA Novosti unter Berufung auf Ermittlungskreise.

 

 

Seit gestern Abend fahnden die Moskauer Ermittungsbehörden nach einem bislang unbekannten Mann, der den politischen Aktivisten Zhilin aus nächster Nähe erschoss. In einem Restaurant war einer mit einem Freund zu Tisch, der mit schweren Verletzungen überlebte. Der Täter soll einen falschen Schnurrbart getragen haben. Laut RIA Novosti habe man den Maidan-Gegner bereits im Restaurant erwartet. Die Täter flüchteten darauf mit einem Nissan.
 
Derzeit geht man davon aus, dass es sich um ein politisches oder wirtschaftliches Motiv für den Mord an Zhilin handle. Zhilin gründete 2010 die Oplot-Bewegung in Charkow die sich gegen den westlichen Kurs in der Ukraine wandte. Im Jahre 2014 war er treibende Kraft in der Anti-Maidan-Bewegung gewesen und setzte sich für eine „Volksrepublik Charkow ein. Seit 2015 lebte der Aktivist in Moskau, nachdem man ihn in der Ukraine als Terroristen einstufte.

 

Von Chrisitan Lehmann