Es ist laut der australischen Außenministerin Julie Bishop noch zu früh, die Schuldigen an dem Angriff auf den UN-Hilfskonvoi in Syrien zu nennen, da die Fakten zu dem Vorfall noch zu bestimmen sind. Dies sagte Bishop gegenüber Sputniknews am Rande der UN-Vollversammlung in New York.

 

„Das war ein schockierender Vorfall. Es ist entsetzlich, und die Fakten müssen noch ermittelt werden“, sagte die Ministerin.

 

Das Presseamt der Organisation der Vereinten Nationen hatte am Dienstag mitgeteilt, dass ein UN-Hilfskonvoi nordwestlich von Aleppo angegriffen worden sei. Westliche Medien schrieben den Angriff, bei dem es viele Tote und Verletzte gab, „syrischen oder russischen Flugzeugen“ zu. Als Quelle für diese Behauptung nannten sie die sogenannte „Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte“, die in London ansässig ist und in Opposition zur syrischen Regierung steht.

 

Auch Washington ist davon überzeugt, dass der Angriff entweder von den russischen oder den syrischen Streitkräften ausgeführt worden war, und macht Moskau „auf jeden Fall“ für die Attacke verantwortlich. Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums haben weder die russischen noch die syrischen Luftstreitkräfte Angriffe gegen den UN-Hilfskonvoi in Aleppo geflogen.