Über wirtschaftliche Zusammenarbeit hat Deutschlands Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) am Donnerstag in Moskau mit dem russischen Wirtschaftsminister Alexej Uljukajew beraten. Beide Seiten konstatierten, dass die deutsche Wirtschaft weiter in Russland investieren will, berichtet Sputnik.

 

„Wir erleben jetzt schwierige Zeiten. Doch einfache Zeiten hat es ja noch nie gegeben“, äußerte der russische Minister.

 

Er lobte, dass rund 5600 deutsche Unternehmen in Russland tätig seien. Das seien große Produktionsstätten mit vielen Arbeitsplätzen und Gesamtinvestitionen in Höhe von 13 Milliarden Euro. Allein 2015 seien 1,4 Milliarden Euro investiert worden.

 

„Wir sind bereit, alles nur Mögliche zu tun, um die deutsche Wirtschaft, die Zusammenarbeit zu unterstützen“, versicherte Uljukajew.

Gabriel betonte seinerseits die Wichtigkeit der Zusammenarbeit, machte diese jedoch von Fortschritten bei der Regelung der Ukraine-Krise abhängig. Er hoffe auf Erfolg bei der Umsetzung der Minsk-Abkommen. Wenn es in diesem Bereich Fortschritte geben würde, würde man auch in anderen Bereichen vorankommen, äußerte der deutsche Vizekanzler laut der Übersetzung.

 

Dabei räumte er ein, dass auch die Ukraine verpflichtet sei, die Minsk-Abkommen zu erfüllen. Laut Gabriel sei Deutschland an neuen Strategien interessiert, um die Wirtschaft zu entwickeln.

Am Mittwoch hatte sich Gabriel im Kreml mit Wladimir Putin getroffen. Bei dem Treffen äußerte der russische Präsident: „Wir haben in Deutschland sehr viele Freunde. Trotz aller politischen Schwierigkeiten bleiben unsere Freunde unsere Freunde.“ Auch wenn der gegenseitige Handel 2015 um fast die Hälfte eingebrochen sei, ist Deutschland laut Putin weiterhin Russlands wichtigster Partner.