Die Hälfte der Waffen, die die USA vor drei Tagen an die syrischen Kurden geliefert haben, ist IS-Kämpfern in die Hände gefallen, wie der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan in New York mitteilte.

 

„Vor drei Tagen landeten im syrischen Kobane drei Flugzeuge mit US-Waffen für die bewaffneten Kräfte der syrischen Kurden. Die Hälfte dieser Waffen ist in den Besitz der IS-Terroristen gelangt. Wir haben Barack Obama davor gewarnt, konnten ihn jedoch nicht überzeugen. Dies wird zu keinen konkreten Ergebnissen führen, das Blutvergießen in Syrien wird nur andauern“, zitiert die Agentur Anadolu Erdogan.

 

Erdogan betonte zudem, dass der US-Vizepräsident Joe Biden ihm versichert hätte, über keine derartige Information zu verfügen. „Ich habe den Vizepräsidenten Biden gefragt, ob er darüber im Bilde sei. Doch er hat mit ‚nein‘ geantwortet. Dann sagte ich, dass ich aber Bescheid weiß“, so Erdogan laut Anadolu.

 

Der Agentur Bloomberg teilte der türkische Staatschef mit, die USA würden vor den Augen der ganzen Welt „falsch handeln“.

 

„Indem sie ihnen Waffen bereitstellen, bringen sie unsere Zukunft in Gefahr“, so Erdogan in Bezug auf die USA.

 

Dem Präsidenten zufolge ist es für Ankara schwer zu verstehen, warum Washington die syrische kurdische Partei der Demokratischen Union (PYD) sowie die Volkswehr der syrischen Kurden, die die Türkei als terroristische Organisationen einstuft, unterstütze. Sie seien aus Ankaras Sicht mit der im Land verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans verbunden.

 

„Man sagt uns, dass sie gegen den IS kämpfen. Kämpft nicht etwa auch Dschabhat an-Nusra gegen den IS? Warum unterstützen sie diese Organisation dann nicht und haben sie stattdessen als eine terroristische eingestuft? Wo bleibt die Logik? Warum erkennen sie als Terroristen nicht diejenigen an, die Ankara als solche bezeichnet?“, so Erdogan weiter.

 

Quelle: Sputniknews