Österreich und Frankreich werden vorschlagen, die aktuelle TTIP-Verhandlungsrunde zwischen der EU und den USA zu beenden, und eine neue Runde unter einem anderen Namen starten, teilte der österreichische Vizekanzler Reinhold Mitterlehner im Interview mit der Zeitung „Die Welt“ mit.

 

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„Der französische Staatssekretär für Außenhandel, Matthias Fekl, und ich werden uns gemeinsam dafür einsetzen, dass die Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen mit den USA neu aufgesetzt werden. Die Gespräche sollten nach den US-Präsidentschaftswahlen wieder aufgenommen werden“, sagte er.

 

Mitterlehner zufolge wollen sie diesen Vorschlag am Freitag beim Treffen der europäischen Handelsminister im slowakischen Bratislava unterbreiten.

 

„Die Verhandlungen über das transatlantische Freihandelsabkommen mit den USA haben zu Misstrauen geführt. Es herrschte der Eindruck vor, der europäische Rechtsrahmen werde ausgehöhlt und Standards untergraben. Es gibt aber auch die allgemeine Furcht vor mehr internationalem Wettbewerb“, erläuterte der Politiker.