Laut dem russischen Präsidenten Wladimir Putin konnte der Untergang der UdSSR, bei dem die kommunistische Partei eine destruktive Rolle spielte, vereitelt werden, berichtet RIA Nowosti

 

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„Ihr wisst, was ich vom Zerfall der Sowjetunion halte. Es war absolut nicht notwendig gewesen, sie zum Auseinanderfallen zu bringen. Man hätte die Wende, auch ihre demokratische Komponente, auf eine andere Weise vollziehen können“, betonte Putin bei einem Treffen mit russischen Parteivorsitzenden am Freitag.

 

Es sei nicht zu unterschätzen, dass an der Spitze der Union damals die kommunistische Partei gestanden habe. Gerade diese Partei, und nicht irgendeine andere politische Kraft mit nationalistischen und destruktiven Ideen, hätte zu der Zeit das Staatsruder in der Hand gehabt, fügte er hinzu.

 

Anfang des Jahres hatte Wladimir Putin dazu aufgerufen, die Geschichte Russlands und der UdSSR möglichst objektiv zu analysieren —  „Schwarzmalerei und Weißwäscherei“ sollten vermieden werden, betonte er.

 

Dem Begründer der Sowjetunion Wladimir Lenin hatte Putin dabei eine destruktive Rolle in der Geschichte bescheinigt: Die Tätigkeit des marxistischen Theoretikers und führenden Kopfes der Oktober-Revolution von 1917 habe das „historische Russland zerstört“. Unter Lenin sei unter das Land „eine Atombombe gelegt worden“.

 

Dabei verwies der Staatschef auf die Idee der Bolschewiki von einer „Autonomisierung“ der damaligen russischen Regionen. Diese Tätigkeit habe im Ergebnis zum Zerfall der Sowjetunion geführt. „Unter das Gebäude, das Russland hieß, legte man eine Atombombe, die dann in die Luft ging.“