In der auf Drängen Washingtons und Londons einberufenen Sitzung des Sicherheitsrates der Uno hat die UN-Botschafterin Samantha Power Russlands Handlungen in Syrien scharf kritisiert ohne jedoch konkrete Fakten zu nennen, meldet Sputnik unter Berufung auf die russischen Medien.

 

312702556

 

 

Laut Power betreibt Russland in Syrien „keinen Anti-Terror-Kampf, sondern Barbarei“, wobei sie aber wie üblich nichts konkretisierte.

 

Angesichts der Tatsache, dass Russland dem unverhohlenem Druck von Seiten jener ausgesetzt ist, die die Terroristen gefördert haben und versuchen, sie für ihre Ziele auszunutzen, erklärte der russische UN-Botschafter Vitali Tschurkin, dass Moskau keinerlei Verhandlungen mehr führen werde, sollte ihr Ergebnis eine einseitige Feuerpause seitens der syrischen Regierungstruppen sein. Wie Tschurkin sagte, sind derartige Verhandlungen lediglich taktische Winkelzüge jener, die an der Erhaltung des Kampfpotentials der terroristischen Gruppierungen und der Vertreter der radikalen Opposition, die sich ihnen angeschlossen haben, interessiert seien. Russland habe viel zu lange darauf gewartet, dass sich der Westen mit der Abgrenzung der Terroristen von der sogenannten „gemäßigten Opposition“ befasst.

 

„Zuerst sagten sie – für drei Tage. Wir haben zugestimmt. Dann hieß es: ‚Nein, der Präsident der USA hat es sich anders überlegt, es sind sieben Tage erforderlich.‘ Derartige taktische Winkelzüge können nicht ewig andauern. Einseitigen Schritten werden wir nicht mehr zustimmen“, betonte Vitali Tschurkin.

 

Wie Russlands UN-Botschafter ferner sagte, wird die Rückkehr Syriens zum Frieden in der gegebenen Situation eine „fast unmögliche Aufgabe“.

 

„Im Lande agieren hunderte terroristische Gruppierungen, und sein Territorium bombardieren alle, denen es gerade gefällt. Wir haben unsere Position klar umrissen. Wir brauchen einen ernsthaften Prozess, ohne Betrug, ohne dass die Leute ihre Bedingungen alle zwei Tage ändern. Es hat eine Vereinbarung gegeben, und das Einzige, was notwendig ist, ist ihre Umsetzung statt eines Wechsels der Positionen. Sollte man fortfahren, das zu tun, so ist es äußerst schwierig, den Prozess ernsthaft voranzubringen.“

 

Außerdem forderte Vitali Tschurkin von den USA Erklärungen hinsichtlich der im Juli geführten Luftangriffe gegen die nordsyrische Stadt Manbidsch, bei denen unter den von US-Flugzeugen abgeworfenen Bomben Dutzende friedliche Einwohner den Tod gefunden haben, was Frau Power aus irgendeinem Grunde aber nicht „als Barbarei“ bezeichnet habe.