Um den Flüchtlingsstrom nach Europa zu stoppen und so der Flüchtlingskrise Herr zu werden, hat die EU am Montag ein spezielles Geldkartenprogramm für Flüchtlinge in der Türkei gestartet.

 

eu-stattet-tuerkei-fluechtlinge-mit-geldkarten-aus-350-mio-euro-projekt-story-531514_630x356px_558753873df4320b45c7adbd71cea9fd__bankomat-s1260_jpg

 

So sollen Prepaid-Karten, die monatlich mit hundert türkischen Lira (umgerechnet 30 Euro) aufgeladen werden, an Asylwerber ausgefolgert werden. Eine Art Taschengeld also, um den Flüchtlingen ein «Gefühl der Normalität» zurückzugeben, wie es heißt.

 

Mit besagten Karten sollen Flüchtlinge künftig nach eigenem Ermessen Geld am Automaten ziehen können, um so einzukaufen, Mieten bezahlen und Bildungsangebote wahrnehmen zu können. Fast 350 Millionen Euro stellt Brüssel für das Programm bereit. In Jordanien gibt es ein ähnliches System bereits.

 

Umgesetzt wird das Programm von der türkischen Hilfsorganisation Roter Halbmond und dem UN-Welternährungsprogramm mit Unterstützung der türkischen Behörden. Es soll ab Oktober starten.