Moskau lehnt eine künstliche Politisierung der Situation, die durch das durchgeführten Referendum in Republika Srpska bezüglich der Feier des Tages der Republik Srpska entstand. Dies teilte die offizielle Sprecherin des russischen Außenministeriums Maria Sacharowa mit.

 

db88e82ffc7747a13ecf33777bfd9191__1440x

 

 

«Wir sind gegen eine künstliche Politisierung dieser Frage. Wir betrachten die organisierte Willensäußerung in der Republika Srpska (Bosnien und Herzegowina) am 25. September im Zusammenhang mit der Umsetzung des Dayton-Abkommens von 1995 der weitreichenden Befugnissen der Einheiten der beiden Ländern, einschließlich die Bestimmung und Festlegung von Feiertagen, sehr genau. Wir beobachteten eine positive Durchführung des Plebiszits, ohne Zwischenfälle, bei einer relativ hohen Beteiligung der wahlberechtigten Bürger — über 55%», so Sacharowa in einer Erklärung, welche auf der Webseite des Außenministeriums Russlands veröffentlicht wurde.

 

Gemäß ihrer Ansicht würde dieser Schritt in keiner Weise die territoriale Integrität von Bosnien und Herzegowina und von ihr vorgeschrieben Abkommen von Dayton von dezentraler Verfassungsarchitektur untergraben. Russland, als ein Garant des Friedensabkommens für Bosnien-Herzegowina, hat konsequent dessen wichtigen Prinzipien unterstützt.

 

Zuvor hatten 99,8 Prozent der bosnischen Serben der Republika Srpska in einem Referendum für das Beibehalten ihres Nationalfeiertages gestimmt. Sacharowa zufolge verletze dieser Schritt keinesfalls die territoriale Integrität von Bosnien-Herzegowina und ihre durch den Dayton-Vertrag bestimmte dezentrale Verfassungsarchitektur.