Müllhalden in der Ukraine nehmen derzeit rund sieben Prozent der Landesfläche ein. „Das ist mit dem Territorium Dänemarks vergleichbar“, erklärte Oleg Germanjuk, Abgeordneter des regionalen Parlaments von Saporoschje von der Partei Samopomitsch.

 

In einer Sitzung des Ortsparlaments versuchte Germanjuk, seine Kollegen davon zu überzeugen, dass Saporoschje der westlichen Stadt Lwiw (Lemberg), die an Müll buchstäblich erstickt, bei der Entsorgung fester Haushaltsabfälle helfen soll. Dabei argumentierte der Parlamentarier, dass Lwiw seinerzeit der an die Kriegsregion Donbass grenzenden Gebiet Saporoschje bei der Aufnahme von Flüchtlingen aus der Ostukraine geholfen hatte.

 

Aber der Vorstoß wurde mit 15 Gegenstimmen bei 10 Für-Stimmen und 31 Enthaltungen abgelehnt. Der Abgeordnete Gennadi Fuks sagte, es handele sich eher um ein politisches Problem. „Wir in Saporoschje sind ohnehin schon mit sozialen Spannungen im Bereich der ökologischen Sicherheit konfrontiert“, sagte er.