Eine breite Regenbogen-Koalition unterstützt Hillary Clinton. Trotzdem fürchtet sie Trump. Doch die Vertreterin von Finanzoligarchie und Deep State wird die USA und die Welt ins Unglück stürzen.

 

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Ein Blick in die Reihen der Unterstützer für Hillary Clinton als Präsidentin der Vereinigten Staaten von Amerika zeigt, wem sie sich bereits prostituierend andiente: Finanzindustrie, Militärisch-Industrieller-Komplex, Organisationen der ethnischen Minderheiten. Eine breite Regenbogen-Koalition eben. Doch ein Blick auf ihre bisherige politische Karriere zeigt deutlich auf, wo ihr Fokus liegt: Krieg, Eroberung und Zerstörung.

 

Im Endeffekt dienen die ganzen Organisationen von Schwarzen, Latinos, Homosexuellen und dergleichen, sowie ihre Wahlkampfreden zugunsten des linken (Sanders-)Flügels lediglich für ein pseudoliberales innenpolitisches Feigenblatt. Clinton schert sich jedoch einen Dreck um diese Menschen. Billiges Wahlvieh ist das. Schlussendlich geht es nur um die Interessen von Wall Street und Tiefem Staat – und um den pathologischen Hass der Präsidentschaftskandidatin gegen alles und jeden, der sich gegen ihre Pläne stellt.
 
Jüngste Umfragen, die Trump in einigen Schlüsselstaaten in Führung sehen und vielerorts ein Kopf-an-Kopf-Rennen prognostizieren, lassen Hillary Clinton erschaudern. Kein Wunder also, dass sie mit der «Russland-Karte» versucht, in das Hauptwählerpotential Donald Trumps vorzustoßen: Die weißen Männer über 40, die doch noch gute Erinnerungen an den Kalten Krieg besitzen und die durch die jahrzehntelange Medienpropagande immer noch antirussische Reflexe haben, die man bedienen kann. Denn der republikanische Kandidat gilt als Bewunderer Putins, wie er auch in diversen Interviews und Reden zeigte.
 
Hillary Clinton hingegen als Vertreterin von Finanzoligarchie und Militärisch-Industriellem-Komplex sieht in der aktuellen russischen Führung ein Feindbild, weil sich der Kreml unter Präsident Putin nicht (wie Vorgänger Jelzin) zu einer Prostituierten des westlichen Establishments herabwürdigen lässt. Damit macht sie sich nicht nur im demokratischen Establishment Freunde, sondern auch in weiten Teilen in jenem der Republikaner.
 
Eines ist jedoch gewiss: Wenn Clinton zur Präsidentin gewählt (sofern man das korrupte US-System überhaupt als Demokratie bezeichnen kann) wird, dann wird es deutlich mehr militärische Interventionen der USA geben als jetzt unter Barack Obama. Sie warf ihm ja bereits vor, schon 2011 und 2013 die Chancen für einen Regime-Change in Syrien nicht genutzt zu haben – sie wird es auf jeden Fall durchziehen. Ohne Rücksicht auf Konsequenzen. Auch ein Krieg gegen den Iran ist möglich, um ihre Freunde in den rechten israelischen Kreisen zu unterstützen. Selbst ein Putsch gegen den US-kritischen philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte ist mit ihr möglich, um so die alten proamerikanischen Eliten wieder an die Macht zu bringen und gegen China vorzugehen.
 
Leidtragende in der US-Bevölkerung werden jedoch vor allem die Minderheiten sein, die sich jetzt für sie stark machen. Denn während z.B. die Weißen 78 Prozent der US-Bevölkerung ausmachen, stellten sie 2014 gerade einmal knapp 70 Prozent des US-Militärpersonals. Die Schwarzen, die gut 13 Prozent der Bevölkerung ausmachen, stellen hingegen fast 17 Prozent der Soldaten. Bei den Offizieren hingegen ist die Anzahl der Weißen proportional zum Bevölkerungsanteil, während die Schwarzen dort gerade einmal 9,5 Prozent des Kaders ausmachen. Für Clinton sind die Schwarzen also gut genug um sie zu wählen und dann auch auf den Schlachtfeldern zu sterben.

 

Von Marco Maier, Contra Magazin