Die syrische Armee hat eine Offensive gegen Positionen islamistischer Kämpfer im Stadtviertel Suleiman al-Halabi im Nordosten von Aleppo gestartet. Mehrere Wohnhäuser konnte die Armee unter ihre Kontrolle bringen, wie ein RIA-Novosti-Korrespondent von dem Ort des Geschehens berichtet.

 

Erbitterte Kämpfe sind ihm zufolge nahe der Pumpstation im Gange, die die Bevölkerung mit Trinkwasser versorgt. Nach wie vor sei das Viertel von den Terroristen besetzt. Die Armee setze Schützenwaffen und mobile Granatwerfer gegen sie ein, während Panzer die Voraustrupps decken würden. Die Kämpfer der radikalen Gruppierungen sollen indes Minenwerfer und selbstgebaute Raketenwerfer gegen die Regierungstruppen einsetzen.

 

Wie der Korrespondent ferner berichtet, beschießen die Terroristen auch das frontnahe christliche Stadtviertel Midan.

 

„Wir haben fünf tote Bürger geborgen, möglicherweise gibt es noch mehr Opfer“, erzählte ein Kommandeur der einheimischen Volksmiliz dem Korrespondenten.

 

Mitten im Viertel seien zwei zu Geschossen umgebaute Gasbehälter sowie mehrere Minen am Rande des Viertels explodiert. Angehörige der Volksmiliz, Militärs, Feuerwehrleute und Freiwillige seien dort derzeit im Einsatz. Laut dem Vertreter der Volksmiliz haben die Einwohner in ihren Häusern Schutz gesucht. Das Militär habe seine Blockpostenstellen und vordersten Positionen verstärkt. Bis zum nächsten von den Terroristen besetzten Gebiet sind es laut dem Bericht 600 Meter. Die Gefechte dauern an.

 

In Syrien nimmt das bewaffnete Gegenüberstehen zwischen den Regierungstruppen und verschiedensten Gruppierungen radikaler Kämpfer sowie der syrischen Opposition seit März 2011 kein Ende. Nach den Angaben der Uno sind in diesem Konflikt in Syrien bereits mehr als 220.000 Menschen ums Leben gekommen.

 

Quelle: Sputniknews