Geht es nach Amnesty International, soll die Umsiedlung von Flüchtlingen deutlich breiter gestreut werden. Die Organisation befürwortet massive Umsiedlungsprogramme.

 

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Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat eine bessere Verteilung von Flüchtlingen gefordert. Derzeit würden nur zehn Länder etwa 56 Prozent der 21 Millionen Flüchtlinge in der Welt aufnehmen, heißt es in einem Bericht der Organisation. Die meisten Flüchtlinge hätte demnach Jordanien mit über 2,7 Millionen Flüchtlingen aufgenommen, gefolgt von der Türkei mit über 2,5 Millionen und Pakistan mit 1,6 Millionen.

 

Die Staaten müssten besser zusammenarbeiten und sich die Verantwortung teilen, um dafür zu sorgen, dass die Geflüchteten ihr Leben woanders in Sicherheit wieder aufbauen könnten, sagte Amnesty-International-Generalsekretär Salil Shetty. Flüchtlinge sollen laut des Berichts nach Kriterien wie Wohlstand, Bevölkerungsgröße und Arbeitslosenzahl verteilt werden. Vor allem die wohlhabendsten Staaten der Welt müssten deutlich mehr Flüchtlinge aufnehmen, so Amnesty International.
 
Dabei verdrängt die Organisation die Tatsache, dass die meisten echten Flüchtlinge gar nicht zu weit von ihrer Heimat entfernt sein wollen, sondern darauf hoffen, bald schon wieder in ihre Dörfer und Städte zurückkehren zu können. Hierbei wäre es angebrachter, wenn die wohlhabenden Staaten mehr Geld für die Versorgung und Unterbringung der Menschen in den betroffenen Regionen selbst beisteuern, anstatt diese in fernen Ländern mit völlig anderer Kultur und Lebensweise unterzubringen.

 

Quelle: Contra Magazin