Russlands UN-Botschafter Vitali Tschurkin hat die jüngsten Erklärungen Washingtons darüber, dass Russland sich angeblich die Errungenschaften der USA in der Terrorbekämpfung in Syrien selbst anrechne, als „Taktlosigkeit“ kritisiert, berichtet RIA Nowosti.

 

„Gelinde gesagt, eine Taktlosigkeit“, schätzte Tschurkin die Äußerung von Josh Earnest, dem Sprecher des Weißen Hauses ein. Earnest hatte am Montag gesagt, Russlands Luftwaffe sei es nicht gelungen, ihre Aufgaben in Syrien zu erfüllen, deswegen sei Russland nun gezwungen, sich die Verdienste der US-geführten internationalen Koalition selbst anzurechnen.

 

Tschurkin betonte, Russlands Hauptziel sei es, die Terroristen aus Syrien und dem Irak „herauszuwerfen“:

 

„Solange die Terroristen dort sind, wird es keinen Frieden und keine Ruhe für die friedliche Bevölkerung im östlichen Aleppo oder anderswo geben“.

 

Derweil sollten die Differenzen zwischen den USA und Russland „im globalen Sinne“ nicht dramatisiert werden.

 

„Ich hoffe, dass es keinen neuen Kalten Krieg geben wird. Ich denke, Sie dramatisieren den Ursprung unserer Differenzen mit den USA im globalen Sinne. Ich hoffe, dass nach längerer Zeit die Zusammenarbeit wiederhergestellt werden kann, wenn wir versuchen, maximal eng in Syrien zusammenzuarbeiten“, sagte Tschurkin bei einer Pressekonferenz.

 

Dabei sei ein Dialog zu Syrien auf UN-Ebene noch immer möglich und zwar zwischen den ständigen Vertretern Russlands und der USA sowie den anderen Mitgliedern des UN-Sicherheitsrates.

 

„Es gab Situationen, als wir etwas Positives produzieren konnten. Ich werde das nicht ausschließen. Ich würde mich freuen, das zu versuchen“, so der Diplomat.

 

Quelle: Sputniknews