Als „Unsinn im Quadrat“ hat die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa die Haltung der internationalen Untersuchungskommission zum MH17-Absturz bezeichnet, welche die Angaben von russischen Radarsysteme als „unwichtig“ abgetan hat.

 

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Sacharowa reagierte damit auf die Worte des niederländischen Premierministers Mark Rutte: Dieser hatte zuvor gesagt, Moskau müsse sich aktiver bei den Ermittlungen zum Abschuss der malaysischen Boeing engagieren und damit aufhören, „jeglichen Unsinn über die Qualität der Ermittlungen“ zu verbreiten.

 

„Unsinn ist es, Malaysia monatelang in die gemeinsame Ermittlungsgruppe nicht aufzunehmen und keine Experten an den Absturzort der Boeing unter dem Vorwand ihrer Sicherheit zu lassen“, schrieb Sacharowa auf ihrer Facebook-Seite.

 

Absurd finde sie unter anderem auch, die Flugzeug-Trümmer nicht aufzusammeln und sie „monatelang in Feldern verfaulen zu lassen“, so Sacharowa weiter.  „Und natürlich ist es Unsinn, dem UN-Sicherheitsrat über den Ermittlungsstand nicht zu berichten und eine eigene Form von Berichterstattung zu erfinden. Die Angaben der objektiven Kontrolle (der russischen Radarsysteme – Anm. d. Red.) für unbedeutend zu halten, ist Unsinn im Quadrat.“

 

Am vergangenen Mittwoch hatte die niederländische Untersuchungskommission einen Bericht veröffentlicht, in dem behauptet wird, dass die Buk-Raketenanlage, mit der die Boeing abgeschossen wurde, aus Russland in den Donbass transportiert und dann zurückgebracht worden sei. Das russische Außenministerium zeigte sich vom Inhalt des Berichtes enttäuscht und verwies auf die Voreingenommenheit der Ermittlung, weil diese sich auf Videos aus den sozialen Netzwerken und auf Aussagen von Augenzeugen stütze, die namentlich nicht genannt werden.

 

Quelle: Sputniknews