Die US-Delegation hat im UN-Sicherheitsrat die Erklärung Russlands zum jüngsten Granatenbeschuss auf die russische Botschaft in Damaskus blockiert. Die Amerikaner seien dabei von Großbritannien und der Ukraine unterstützt worden, teilte RIA «Nowosti» unter Berufung auf die russische UN-Botschaft mit.

 

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Moskau hatte am Dienstag den UN-Sicherheitsrat aufgerufen, den Angriff der Terroristen auf die diplomatische Mission bei Damaskus zu verurteilen. Doch die Erklärung der russischen Seite sei auf starken Widerstand seitens der USA gestoßen.

 

„Sie (die Erklärung – Anm. d. Red.) wurde faktisch von der US-Delegation blockiert, indem diese versuchte, in einen in solchen Fällen üblichen Text fremde Elemente einzufügen“, sagten Vertreter der UN-Botschaft gegenüber der Nachrichtenagentur RIA Novosti.

 

Briten und die Ukrainer hätten dann ungeschickt versucht,  den Amerikanern nach dem Mund zu reden, hieß es. „Das zeugt von ihrer himmelschreienden Missachtung des Wiener Übereinkommens zu den diplomatischen Beziehungen“, fuhren die Sprecher fort.

 

Die russischen Diplomaten betonten derweil, dass Moskau in ähnlich gelagerten Fällen immer Erklärungen anderer Mitglieder unterstützt habe, die mit Überfällen auf diplomatische Missionen zu tun gehabt hatten.

 

„Man muss feststellen, dass die moralischen Grundwerte manch unserer Kollegen im Sicherheitsrat ernsthaft ins Wanken geraten sind“, kritisierten die Diplomaten.

 

Am Montag war die russische Botschaft mit drei Granaten von syrischen Kämpfern beschossen worden, eine davon explodierte unmittelbar auf dem Gelände vor dem Wohnkomplex der Diplomaten. Nach Angaben des russischen Außenministeriums wurden die Granaten aus Dschobar, einem Vorort von Damaskus,  abgefeuert, der unter Kontrolle der Terrororganisationen al-Nusra-Front und Failak ar-Rahman steht.

 

Moskau  verurteile den Überfall und beschuldigte die USA und deren Verbündete, „mit Extremisten zu liebäugeln und so den blutigen Konflikt in Syrien zu schüren“.