Auch zwei Jahre nach dem Abschuss der malaysischen Passagiermaschine MH17 über der Ost-Ukraine sind die meisten Russen überzeugt: Hinter der Katastrophe mit 298 Toten stecken entweder das ukrainische Militär oder westliche Geheimdienste.

 

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Die jüngste Studie des Moskauer Meinungsforschungsunternehmens WZIOM zeigt, dass die MH17-Katastrophe auch nach zwei Jahren noch großen Widerhall in der russischen Öffentlichkeit findet: Fast jeder Russe hat davon gehört.
 
Jeder zweite Befragte glaubt, dass die ukrainische Armee das Passagierflugzeug vom Himmel geholt hat. 14 Prozent geben „westlichen Geheimdiensten“ die Schuld. Nach Ansicht von acht Prozent der Befragten wurde die Boeing von Terroristen abgeschossen, die mit dem Konflikt in der Ost-Ukraine nichts zu tun haben.

 

Die Mutmaßungen westlicher Politiker, hinter dem Abschuss stünden Volksmilizen des Donbass oder gar Russland, kommen bei den Russen nicht an: Ihnen glauben nur fünf Prozent. Etwa 16 Prozent antworteten mit „weiß nicht“, weitere sieben Prozent  nannten andere Versionen der Ereignisse. Fast zwei Drittel der Befragten sind mit den Schlüssen der internationalen Ermittlergruppe vertraut, laut der die Rakete, die das Flugzeug traf, aus einem von den Donbass-Milizen kontrollierten Gebiet abgeschossen worden sein soll.
 
Rund 27 Prozent erwarten davon negative Auswirkungen für Russland: von schärferen Sanktionen bis hin zu einem militärischen Konflikt. Nur fünf Prozent glauben, dass die westlichen Ermittler Russland freisprechen könnten. Das WZIOM hat am 1. und 2. Oktober dieses Jahres 1600 Menschen zu diesem Thema befragt.

 

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