Die Terroristen der Gruppierung Dschabhat al-Nusra haben die zwischen den USA und Russland erzielten Vereinbarungen zu Syrien zur eigenen Umgruppierung bei Aleppo ausgenutzt, wie Maria Sacharowa, Sprecherin des russischen Außenministeriums, am Mittwochabend gegenüber dem TV-Sender „Rossiya 1“ sagte.

 

„Bei den Vereinbarungen, die Washington zunächst nicht publik machen wollte und dann aber auf barbarischer Weise – über die Medien – doch herausgekommen sind, geht es hauptsächlich um den humanitären Zugang nach Aleppo, darunter auch die Castello-Straße“, so Sacharowa.

 

 

Das Abkommen regele grundlegende Maßnahmen zum Abzug der Konfliktparteien von der Castello-Straße, „damit niemand diese humanitären Korridore zur Umgruppierung und Waffenzufuhr nutzen kann“.

 

Die USA seien entgegen den russisch-amerikanischen Vereinbarungen gegen einen Rückzug der Regierungstruppen und der Kämpfer von der Castello-Straße eingetreten, obwohl es ein solcher Schritt erlaubt hätte, humanitäre Hilfsgüter in den östlichen Teil von Aleppo zu bringen. Während Damaskus vor drei Wochen auf Moskaus Vorschlag hin damit begann, seine Regierungstruppen abzuziehen, habe Washington auf die von ihm kontrollierten Trupps der Opposition keinen Einfluss ausüben können oder dies gar nicht gewollt, hieß es.

 

„Warum wurde nichts getan? Das ist sehr einfach, weil die Al-Nusra-Front die Vereinbarungen ausgenutzt hat, um sich umzugruppieren und ihre Vorräte, darunter an Waffen, aufzustocken. Während die Leute an blockierte Zivilisten, Kinder, Schulen denken mussten, haben sie die Al-Nusra-Front einfach mit allen möglichen Ressourcen für einen weiteren Kampf versorgt“, so Sacharowa.

 

Am 3. Oktober hatte der Sprecher des US-State Departments, John Kirby, mitgeteilt, die USA würden die bilateralen Kontakte zu Russland in Syrien abbrechen.

 

Quelle: Sputniknews