Die Reise des UN-Sonderbeauftragten für Syrien, Staffan de Mistura, nach Damaskus ist unter aktuellen Umständen nicht möglich, wie der syrische Minister für Information, Ramez Tarjaman, in einem Interview mit Sputnik mitteilte.

 

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„De Misturas Besuch ist an die internationale Lage gebunden. Derzeit herrscht ein Informationsrummel rund um die Situation in Syrien. Es ist zu einem scharfen Widerstand der Sichtweisen zwischen Moskau und Washington gekommen. Aus meiner Sicht kann de Mistura derzeit unter solchen Umständen nicht nach Syrien kommen“, sagte Tarjaman.

 

In den kommenden Wochen sei daher die Ankunft des UN-Sonderbeauftragten für Syrien unmöglich.

 

De Mistura hatte sich am Donnerstag bereit erklärt, die im östlichen Aleppo befindlichen etwa 900 Kämpfer der islamistischen Al-Nusra-Front persönlich zu begleiten, sollten sie mit ihren Waffen diesen Stadtteil verlassen und nach Idlib gehen wollen.

 

Wie de Mistura ebenfalls mitteilte, könnte dieser Teil der Stadt, sollten die Kampfhandlungen weiterhin so intensiv andauern, bis zum Jahresende völlig zerstört werden. Er hat sich mit der Frage an Moskau und Damaskus gewandt, „ob die Vernichtung der Stadt die Liquidierung von tausend Kämpfern wert ist“, und ob sie „zu einer vollen Einstellung der Bombardierung bereit sind, wenn die Al-Nusra-Kämpfer ihre Waffen niederlegen“, und dazu aufgefordert, möglichst schnell eine Antwort zu geben.

 

Der russische Außenminister Sergej Lawrow erklärte noch am selben Tag, dass der Vorschlag de Misturas zur Situation in Aleppo sehr aufmerksam geprüft werden sollte.