Spezieleinsatzkräfte der Polizei haben am Samstagvormittag ein Wohngebiet in Chemnitz abgeriegelt. Es sind zahlreiche schwer bewaffnete Polizisten in dem Plattenbauviertel vor Ort. Nach Informationen von FOCUS Online steht ein Mann im Verdacht, einen Sprengstoffanschlag auf einen deutschen Flughafen geplant zu haben.

 

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«Es besteht der Verdacht der Vorbereitung eines Sprengstoffanschlags», sagte eine Sprecherin des Landeskriminalamtes in Dresden.

 

Ein Haus in dem Wohngebiet wurde evakuiert, eine Wohnung von Einsatzkräften gestürmt.

 

«Zur Zeit haben wir eine statische Gefährdungslage im Fritz-Heckert-Gebiet in Chemnitz und sind mit starken Einsatzkräften vor Ort»,  hatte die Polizei zuvor auf Twitter mitgeteilt.

 

 

 

 

Zuvor gab es im Chemnitzer Fritz-Heckert-Gebiet einen Großeinsatz der Polizei. Teile des Plattenbaugebietes waren abgeriegelt. Ein Sprecher des Landeskriminalamtes sagte, die Polizei sei seit der Nacht im Einsatz gewesen. Sie habe Hinweise vom Bundesverfassungsschutz erhalten, dass es Planungen für einen Sprengstoffanschlag gab. Spezialkräften suchten in einem Gebäudekomplex nach der verdächtigen Person. Im Rahmen dieses Einsatzes hätten die Spezialkräfte gegen Mittag auch eine hörbare Explosion ausgelöst. Hierbei sei eine Wohnungstür gesprengt worden. Der Sprecher widersprach Meldungen, wonach eine Person mit Spengstoffgürtel angeschossen worden sei. Das könne er ausschließen. Bei dem Zugriff in der Wohnung konnte laut Twitter-Meldung der Polizei «eine relevante Person nicht angetroffen werden». Es seien jedoch Spuren von Sprengstoff gefunden worden. Am Nachmittag wurde mit einem Foto nach dem Verdächtigen gefahndet. Die Nachrichtenagentur dpa berichtet mit Verweis auf nicht näher genannte Sicherheitskreise von einem «islamistischen Hintergrund», berichtet MDR.