Die Enthüllungsplattform WikiLeaks hat den ersten Teil der E-Mails von John Podesta, Leiter des Präsidentschafts-Wahlkampfes von Hillary Clinton, veröffentlicht. Somit wurde das Versprechen von Julian Assange erfüllt, wichtige Angaben publik zu machen, die den Wahlkampf in den USA deutlich beeinflussen könnten.

 

Veröffentlicht wurden 2050 Briefe von den insgesamt mehr als 50.000 E-Mails von Podesta. In den Schreiben geht es sowohl um die Außenpolitik als auch um die Wirtschaft. Beispielsweise schreibt ein Vertreter des US-Verteidigungsrates an Podesta, dass die Türkei „eine flugfreie Zone im Norden Syriens einführen will“. Dann wird aber betont, dass dieser Plan nur im Fall eines Einsatzes der türkischen Bodentruppen funktionieren werde.

 

 

In einem der Briefe heißt es, das Thema Iran könne die Türkei und die USA einander näher bringen. Dann werden die Länder aufgelistet, die die USA und die Türkei gefährden. Das seien der Iran und Russland sowie der syrische Präsident Bashar Assad.
Experten zufolge seien mehr als die Hälfte der Briefe der Atomenergiewirtschaft und dem Unternehmen Uranium One gewidmet. Donald Trump, der politische Rivale von Clinton, hatte zuvor behauptet, dass dieses Unternehmen der Bruder von John Podesta, Tony Podesta, verwalten würde. Als Clinton US-Außenministerin gewesen sei, soll es ihr nach Trumps Worten gelungen sein, 20 Prozent der US-Uranproduktion an Uranium One zu übergeben.

 

Die Enthüllungsplattform kündigte an, in den kommenden Wochen weitere E-Mails von Podesta zu publizieren.

 

Clintons Wahlkampfteam hat die Echtheit der veröffentlichten Briefe weder bestätigt noch dementiert.

 

Quelle: Sputniknews