Hillary Clintons aggressive Haltung gegenüber Russland ist evident. Ihr zufolge soll Russland für Hackerangriffe büßen, wie schon der Irak für die angeblichen Massenvernichtungswaffen. Sie drohte direkt mit Krieg.

 

Wenn es um die Hackerangriffe auf diverse Behörden oder auch um die Server von Demokratischer Partei («DNC-Leaks») oder den privaten Mailaccount Hillary Clintons geht, gibt es für die Amerikaner eigentlich nur zwei übliche Bösewichte: Russland oder China. Auch wenn man keine Beweise präsentieren kann, so reichen schon primitive Anschuldigungen aus, um mit einem Krieg zu drohen.

 

So sagte sie vor der «The American Legion», einer Vereinigung von Veteranen: «Russland hackte sich in das Democratic National Committee. Wir sind bereit, ernsthaft politisch, wirtschaftlich und militärisch zu antworten!». Ja, sie lesen richtig: «militärisch zu antworten». Dabei würde die «Hacker-Lüge» wahrscheinlich dann bald schon genaus so aufgedeckt wie die «Massenvernichtungswaffen-Lüge» gegen den Irak.

 

Ganz zu schweigen davon, dass erst kürzlich ein ehemaliger NSA-Vertragsmitarbeiter verhaftet wurde, weil er den Quellcode eines NSA-Spionageprogramms öffentlich machte, mit dem sich der US-Geheimdienst geheime Daten von anderen Regierungen aneignete. Das heißt: Selbst wenn hinter so manchen Hacks tatsächlich Russen oder Chinesen stecken sollten, ist dies noch lange nichts gegen die alltäglichen «Hacks» der NSA. Und dafür will «Hitlary» einen Krieg mit Russland vom Zaun brechen? Ernsthaft?
 

 

Clinton hält es hierbei offenbar mit Goebbels, der einst sagte: «Wenn man eine große Lüge erzählt und sie oft genug wiederholt, dann werden die Leute sie am Ende glauben. Man kann die Lüge so lange behaupten, wie es dem Staat gelingt, die Menschen von den politischen, wirtschaftlichen und militärischen Konsequenzen der Lüge abzuschirmen. Deshalb ist es von lebenswichtiger Bedeutung für den Staat, seine gesamte Macht für die Unterdrückung abweichender Meinungen einzusetzen. Die Wahrheit ist der Todfeind der Lüge, und daher ist die Wahrheit der größte Feind des Staates.»

 

Clinton, die wegen diverser Leaks massiv unter Druck steht, weil sie sich dadurch immer wieder als Lügnerin, Betrügerin und korrupte Politikerin offenbart, versucht nun mit offenkundigen Falschbehauptungen Feindbilder zu pflegen und so von ihren eigenen Missetaten abzulenken. Wen interessieren schon ihre Millionen Dollar schweren Deals zugunsten ihres Ehemanns Bill und der Clinton Foundation? Wen interessieren denn all ihre Aussagen in erlauchten Kreisen, die diametral dem gegenüberstehen, was sie in ihren Wahlkampfreden den Massen verklickert? So lange sie ihre Feindbilder auch pflegen kann, kann sie auch lügen wie gedruckt und eine reine Desinformationskampagne fahren.

 

Unterstützt wird Clinton dabei von den Mainstreammedien, die sich ohnehin schon längst auf Donald Trump eingeschossen haben und die «kleinen» Kandidaten Gary Johnson und Jill Stein geflissentlich ignorieren. Clintons Kriegsdrohungen gegen Russland? Wen kümmert das in den Vereinigten Staaten schon? Krieg ist man im militaristischsten Land der Welt doch ohnehin schon gewohnt, weil dies dort ein Dauerzustand ist. Und wer weiß, vielleicht geht es mit einer Präsidentin Hitlary, die als Kriegstreiberin bekannt ist, gleich direkt in den nächsten Weltkrieg.

 

Von Marco Maier, Contra Magazin