Die Union gesamt kommt in Umfragen nicht einmal mehr auf 30 Prozent. Zieht man die rund 8 Prozent Anteil der CSU ab, bleibt die Kanzlerpartei sogar hinter der SPD zurück. Merkel und ihre Lakaien arbeiten fleißig am Untergang der CDU.
 

Laut einer gestern veröffentlichten INSA-Umfrage kommt die Union gesamt auf gerade einmal nur noch 29,5 Prozent der Stimmen. Angesichts dessen, dass sich die CSU aufgrund ihres Kurses noch halten kann, sind das abzüglich der rund 8 Prozent für die bayerische Schwesterpartei also gerade noch 21,5 Prozent für die CDU von Angela Merkel. Die SPD liegt hingegen bei 22 Prozent und ist damit (zumindest theoretisch) sogar stärker als die Merkel-Truppe.

 

Damit zeigt es sich doch deutlich, wie sehr die Politik Merkels und ihrer Lakaien der CDU zusetzen. Und je weniger Widerstand von der CSU hinsichtlich dieses Kurses kommt, umso mehr wird auch sie noch in Mitleidenschaft gezogen werden. Einzig der doch eher rechtskonservative Kurs der Christsozialen sorgt zumindest bislang dafür, dass die AfD im Südosten der Bundesrepublik noch nicht mit zweistelligen Ergebnissen rechnen kann. Fällt die CSU um, könnten dann (bundesweit gerechnet) mindestens zwei weitere Prozentpunkte von der Union zur Rechtspartei wandern.
 

Dieser Absturz ist nicht alleine Angela Merkel anzulasten (wer bringt diese Frau – frei nach Volker Pispers – schon mit der Regierungspolitik in Verbindung?), sondern insbesondere auch dem ganzen CDU-Apparat hinter ihr. Denn wer hat ihre ganzen Entscheidungen der letzten Jahre immer wieder gedeckt und mitgetragen? Alleine hätte sie das alles doch nicht geschafft – oder ist die Bundesrepublik plötzlich eine Ein-Mann-Diktatur, in der alle anderen politischen Ebenen nur ausführende Behörden der Führerpolitik sind?
 

Die CDU hat als «Volkspartei» ausgedient und spielt in Zukunft auch nur noch eine marginale Rolle, wie es schon mit der SPD der Fall ist. Man wird sich wohl auch dort damit abfinden müssen, dass bei den Wahlen (abgesehen von Kommunalwahlen) künftig Werte von mehr als 30 Prozent eine Ausnahme sein werden. Andererseits ist davon auszugehen, dass die Fraktionierung der deutschen Parteienlandschaft in Zukunft so bleibt und es vermehrt zu Dreierkoalitionen kommen wird. Auch wenn dies die politischen Linien der einzelnen Parteien durch Kompromisse weiter verwässert.

 

Von Marco Maier, Contra Magazin