An Doppelzüngigkeit ist die Kandidatin der US-Demokraten für die US-Präsidentschaft, Hillary Clinton, nicht zu überbieten. Während sie in ihren Mails davon schreibt, dass Saudi-Arabien und Katar den «Islamischen Staat» finanzieren, nimmt sie selbst auch Geld von ihnen an.

 

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Im Jahr 2014 schrieb Hillary Clinton in einer E-Mail an ihren heutigen Wahlkampfleiter John Podesta, der damals Berater von Präsident Barack Obama war, dass Saudi-Arabien und Katar dem «Islamischen Staat» finanzielle und logistische Unterstützung gewähren. Dies geht aus den von WikiLeaks veröffentlichten Daten hervor, die kürzlich das Licht der Öffentlichkeit erblickten.

 

In ihrem Acht-Punkte-Plan zur Bekämpfung des «Islamischen Staates», den sie ihm damals am 17. August 2014 schickte, schrieb sie auch davon, dass die Vereinigten Staaten die kurdischen Milizen mit Militärberatern unterstützen und möglichst auf Bodentruppen verzichten sollten.

 

«Während diese militärische/paramilitärische Operation voranschreitet, müssen wir unsere diplomatischen und traditionellen Geheimdienstmöglichkeiten dafür nutzen, mehr Druck auf die Regierungen von Katar und Saudi-Arabien auszuüben, die heimliche finanzielle und logistische Unterstützung an den ‘Islamischen Staat’ und andere radikale sunnitische Gruppen in der Region liefern», schrieb sie ihm damals.

 
Das ist jedoch sehr interessant, zumal die Clinton Foundation nicht gerade wenig Geld von den Saudis und Kataris erhält. So kamen alleine von der Saudi-Regierung direkt bis zu 25 Millionen Dollar, von der Gruppe «Friends of Saudi Arabia» (durch einen Saudi-Prinzen mitfinanziert) kamen weitere zwischen 1 und 5 Millionen Dollar in deren Kassen. Auch in diesem Bereich liegen die Spenden Katars, der Vereinigten Arabischen Emirate und Bruneis, während Kuwait zwischen 5 und 10 Millionen Dollar spendierte.
 
Abgesehen davon, dass sie damit Geld von jenen Ländern annimmt, die offensichtlich (und auch ihrer eigenen Ansicht nach) den «Islamischen Staat» unterstützen, muss man sich fragen, wie die Spenden solcher repressiven Regimes mit den angeblichen Zielen der «Clinton Foundation» zusammenpassen – wie zum Beispiel den Frauenrechten, mit denen man dort in der Region nicht viel am Hut hat. Aber wie sagten schon die alten Römer: Geld stinkt nicht.

 

Von Marco Maier, Contra Magazin