Paris darf Kiew nach Ansicht des ukrainischen Innenministers Arsen Awakow nicht diktieren, wie es die Minsker Vereinbarung erfüllen soll. Dies schrieb Awakow in einem Facebook-Post als Reaktion auf die jüngste Rede des französischen Präsidenten Francois Hollande vor der PACE.

 

 

„Er (Hollande – Anm. der Red.) will Wahlen sofort nach Waffenruhe und Truppenentflechtung!“, empörte sich der ukrainische Minister.

 

„Der französische Präsident hat zu viel auf sich genommen! Zuerst die skandalösen Aussagen des Außenministers Frankreichs, Ayrault, bei seinem Besuch in der Ukraine, nun Präsident Hollande“, hieß es weiter in dem Beitrag. Das europäische Staatsoberhaupt dürfe Kiew nichts befehlen.

 

 

Awakow ist eigenen Worten zufolge weder Diplomat noch Außenminister, sondern ein Politiker, der die zweitgrößte Fraktion im Parlament repräsentiert. Er hoffe, dass die meisten Minister und Abgeordneten seinen Stadtpunkt unterstützen werden.

 

„Ich hoffe, dass Sie, Herr Präsident, über zweideutige Signale der ‚diplomatischen Tänze’ verstehen werden, dass die Ukraine ihre Freiheit und Unabhängigkeit nicht kaufen, sondern dafür kämpfen wird! Sie rechnet mit Unterstützung der Freunde, nicht mit Verrat der Mitläufer“, erklärte der ukrainische Innenminister.

 

Am Montag hatte Francois Hollande in seiner Rede vor der Parlamentarischen Versammlung des Europarates erklärt, dass die Regierung in Kiew Verantwortung für die Implementierung der politischen Reformen übernehmen solle, die in den Minsker Vereinbarungen niedergeschrieben sind.