Gestern hat die Zivilbevölkerung der Republik Donetsk, und vor allem die Bewohner der Umgebung der Hauptstadt, eine weitere schreckliche Nacht erlebt.

 

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«Von 18 Uhr bis Mitternacht hat die ukrainische Seite die Angriffe auf Dörfer Alexandrowka und Trudovskoy geführt, sowie auf den Flughafen und die Industriezone. Auf diese Gebieten wurden 127 Granaten min Kaliber 82 und 120 mm gefeuert, und acht Artilleriegranaten Kaliber 122 mm», teilte der Vertreter der VRD mit.

 

Der Bezirk Horliwka wurde auch nicht verschont: Auf das Dorf Zaytsevo fielen mindestens 15 Mörsergranaten. Nachts hat die ukrainische Armee auch Schützenpanzer, Panzerfäusten und Handfeuerwaffen eingesetzt. Die Zerstörung und die Zahl der Opfer in diesen Zonen werde noch ermittelt, aber wir wissen bereits, dass infolge der Beschüsse ein Zivilist, 53 Jahre alt, südlich von Dorf Sahanke, durch Mörser Kaliber 82 mm getötet wurde. In der Nacht zuvor, wurde durch Beschuss 15 Häuser beschädigt, zwei Zivilisten erlitten Verletzungen.

 

Gestern wurden zwei Soldaten der VRD getötet, ein weiterer Soldat wurde infolge der Sabotageoperation der ukrainischen Armee gefangen genommen. Diese Sabotageoperation wurde durch die Artillerie- und Mörserfeuer- Einheiten der ukrainischen Armee in der Nähe des Dorfes Schyrokyne, was in der Nähe der Frontlinie ist, geschützt. Die OSZE weigerte sich, die Tatsache der Bombardierung zu registrieren, damit beging die OCZE die komplette Verletzung ihres Mandats.

 

«Es ist wichtig zu beachten, dass aufgrund der Untätigkeit der OSZE-Mission dieser Fall auftreten konnte. Die Vertreter der OSZE-Beobachtungsmission haben gestern keine Fakten von Angriffen seitens der Ukraine auf die Ortschaften Lenin und Sahanki protokolliert“, sagte der Vertreter der Republik-Armee.

 

Umso mehr erheben sich die Fragen darüber, was tut überhaupt die OSZE? Vor allem bezüglich ihres Schweigen über die Beschaffung seitens der Ukraine des neuen Kriegsmaterials und das Erscheinen des ausländischen Heckenschützen an der Front(!!!) Die Nachrichtendienste der VRD berichten über die Anwesenheit von schweren Granaten und amerikanischen Heckenschützen in Horliwka.

 

«Unsere Nachrichtendienste identifizieren weiterhin Objekte der ukrainischen Streitkräften. Im Falle der Offensive seitens des Feindes werden wir gezwungen, diese zu zerstören. Zum Beispiel in der Nähe des Dorfes Majorsk (1,5 km von der Kontaktlinie entfernt) wurden im Bereich der Brücke sechs 120-mm-Mörser gesichtet. Darüber hinaus hat unsere Geheimdienst die Heckenschützen ausfindig gemacht, die zur sogenannten „Anti-Terror-Operation-Zone» der Vereinigten Staaten gehören», sagte der stellvertretende Befehlshaber der Armee der VRD, Eduard Basurin.

 

Trotz dieser klaren Verletzungen der ukrainischen Seite, befolgt die VRD-Armee die Minsk Vereinbarungen weiter. So begannen nach dem Abzug der Truppen aus dem Petrowski-Gebiet die Donezk-Pioniere entsprechend den unterzeichneten Vereinbarungen, das Gebet zu entminen. Allerdings scheint die Wiederaufnahme der Kämpfe im Hintergrund der wachsenden Unzufriedenheit in der Ukraine und den wachsenden Spannungen zwischen Ukraine und Polen nach der Filmvorführung «Wolhynien» von Wojciech Smarzhovskij, unvermeidlich zu sein.

 

Mit diesem Film wollte der Regisseur Licht auf das Massaker an Polen in Wolhynien werfen, das die ukrainischen Nationalisten im Zweiten Weltkrieg begangen. Die Ukrainischen Behörden hätten gern die unschönen Episode ihrer Geschichte von der Welt versteckt, welche das wahre Gesicht der «ukrainischen Helden» wie Bandera und seine Mitläufer- Kollaborateure zeigen. Sowie seinerzeit auch den Dokumentarfilm von Paul Moreira «Ukraine: Masken der Revolution» hat den Film «Wolhynien» einen Shitstorm in der Ukraine entfesselt, als ob die Medien einen Rappel haben.

 

Allerdings wurden in dem gezeigten Film historisch erwiesene Tatsachen vorgestellt, und man will daran erinnern, dass obwohl die Millionen von Ukrainern gegen die Nazis in der Roten Armee gekämpft haben, haben doch Hunderttausende von lokalen Aktivisten der Organisation Ukrainischer Nationalisten und der ukrainischen Aufständischen Armee mit Nazi-Truppen während der Besetzung des Territoriums der Ukraine und Polen zusammengearbeitet haben.

 

Neben den Massenmord an Juden, Zigeuner, den sowjetischen Kriegsgefangenen und den ukrainischen Antifaschisten führten die UPA-Nationalisten große ethnische Säuberungen, die sich gegen die polnische Minderheit im Westen der Ukraine gerichtet wurden, durch. Historikern zufolge hat dieser Völkermord (vor kurzem als solche von Polen offiziell anerkannt) das Leben von 80 000 bis 120 000 Menschen gekostet, darunter meistens Frauen und Kinder (von 1943 bis 1945).

 

Diese Episode erinnert an den aktuellen Völkermord in Donbass, bei dem die westlichen Regierungen ihre Augen zudrücken, winkend dabei mit der humanitären Flagge der Vereinten Nationen und riefen über syrische Zivilisten in dem Bemühen, die Dschihadisten von Aleppo zu retten (in die sie so viel Kraft investierten …).

 

Nachdem die beiden Resolutionen, die russische und französische, abgelehnt worden, scheint es nun die Konfrontation zwischen den westlichen Block und Russland unvermeidlich zu sein. Die Frage ist nur, wann und wer Funken auf dieses Pulverfass werfen wird?

 

Original: AGORA VOX, Frankreich

Übersetzung: Redaktion