Das Bundeskabinett in Deutschland hat am Mittwoch, den 12 Oktober, beschlossen am Syrien-Krieg aktiv mitzuwirken beziehungsweise den Einsatz zu verlängern. Deutschland soll mit den NATO-Aufklärungsflugzeugen AWAC feindliche Ziele aufspüren und diese Daten an die NATO übermitteln.

 

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Deutschland unterstützt weiterhin indirekt den Krieg in Syrien. Mehrere Deutsche Truppen sind bereits in der Türkei in verschiedenen Militärbasen stationiert. Bislang sollen die Bundeswehrtruppen, in concreto die Luftwaffe, mit den NATO-Aufklärungsflugzeugen AWACS feindliche Ziele aufklären. Die AWACS werden auf der offiziellen Webseite der NATO als das „fliegende Auge“ beschrieben, die die militärischen Angriffe und NATO-Operationen durch Aufklärung unterstützen.

 

Das Bundeskabinett einigte sich darauf deutsche Piloten am Syrien-Einsatz zu legitimieren. Sie befinden sich derzeit in Konya, wo sich ein Luftwaffenstützpunkt befinde. Etwa 50 Soldaten sollen nun an der Militäroperation teilnehmen. Der deutsch-amerikanische Journalist William Engdahl sieht in der deutschen Entscheidung eine verdeckte Einflussnahme durch die Amerikaner. Bislang befinden sich 1200 Bundeswehr-Soldaten in der Türkei. Nach den Wünschen der Bundesregierung soll sich diese Zahl auf 2500 Soldaten erhöhen, was aber nur mit der Zustimmung der Türkei möglich sei.

 

Dies ist aber gerade der Knackpunkt: Gerade eine Zustimmung der Türkei wird derzeit nicht möglich sein, was sich vor allem dadurch zeigte, dass es Deutschen Abgeorneten nicht gestattet wurde, die Militärbasen in der Türkei zu inspizieren. Auch der Beschluss des Bundestages eine Reslution zu verabschieden, die den Völkermord der Osmanen an den Armeniern anerkannte, hatte zu einer Verschlechterung der deutsch-türkischen Beziehungen geführt.

 

Von Christian Lehmann

Original von Мария Бухарова