Moskau – Zwischen dem 13 und 16 Oktober wird eine italienische Delegation aus Abgeordneten und Geschäftsleuten die Krim besuchen. Ziel ist es konkrete Vereinbarungen in Sachen Infrastruktur und Weinanbau zu erzielen, die frühestens beim 3. Internationalen Wirtschaftsforum in Jalta unterzeichnet werden sollen, berichtet Sputnik International.
 

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Während dieser Reise sollen eine Reihe von Veranstaltungen stattfinden, die den russisch-italienischen Beziehungen gewidmet werden sollen. Im Besonderen soll der Fokus auf den regionalen Beziehungen zwischen der Krim und Italien liegen, wobei die gemeinsamen Kulturerben und wirtschaftlichen Projekte im Vordergrund stehen sollen. Grundlage dieses Besuchs ist aber vor allem die Teilnahme Italiens am Internationalen Wirtschaftsforum in Jalta, weswegen jetzt schon Memomandi gefasst werden, die nachher in bilateralen Verträgen in die Realität umgewandelt werden sollen.

 


 

Die Delegation setzt sich aus Vertretern der Regionen Ligurien, Lombardei, Toskana und Emilia-Romagna zusammen, die aller Vorraussicht nach drei Städte auf der Halbinsel besuchen werden – die Hauptstadt Simferopol, Sewatopol und Jalta, wie der Sender RT berichtet. Zudem soll zwischen Simferopol und Padua eine Städtepartnerschaft vereinbart werden. Zudem wird auch ein Besuch in einer Weinkellnerei auf dem Plan stehen, wo Italiener und Russen gemeinsame Perspektiven in Sachen Weinanbau disktutieren werden.
 

Seit dem 19. März 2014 gehört die Krim wieder zu Russland, nachdem die Bevölkerung mit über 96 Prozent in einer Volksabstimmung über den Beitritt zur russischen Föderation gestimmt haben, die als Konsequzenz über den Maidan-Putsch im Februar 2014 zu erblicken ist. Gleichzeitig warb der italienische Präsident Sergio Matarella für einen Dialog zwischen Russland und der NATO, wie Sputnik berichtete:
 

„Heute kommt es darauf an, den sinnlosen und gefährlichen Spannungen ein Ende zu setzen. Manöver und die Demonstration der Stärke schüren diese Spannungen nur weiter. Indes würde es Jahre dauern, um ihre Folgen zu überwinden und das gegenseitige Vertrauen wiederherzustellen.“

 

Von Christian Lehmann