Die USA machen laut dem russischen Präsidenten Wladimir Putin aus Russland ein Feindbild, um die eigenen Bürger von den aktuellen Problemen des Landes abzulenken.

 

In einem Wahlkampf sei jede Partei bemüht, eine richtige Taktik der Wahlkampagne aufzubauen. Zudem habe jede politische Kraft auch immer das Problem der ungelösten Fragen: Sie sei gezwungen, der Bevölkerung zu erklären, warum manche Dinge nicht umgesetzt wurden, sagte der russische Staatschef am Rande des BRICS-Gipfels im indischen Goa.

 

„Unter solchen Bedingungen greifen viele auf das eingeübte Schema der Ablenkung der Wähler von den eigenen Problemen zurück“, so Putin. Genau das erlebe man derzeit im US-Wahlkampf. „Wie man das machen kann? Zum Beispiel, indem man ein Feindbild schafft und die Nation im Kampf gegen diesen Feind vereint.“

 

Die Beziehungen zwischen den USA und Russland haben sich im letzten Monat deutlich verschlechtert, nachdem die Waffenruhe in Syrien geplatzt war. Zudem warf Washington Russland vor, sich in den US-Wahlkampf einzumischen. Der russische UN-Botschafter Vitali Tschurkin sagte in einem Gespräch mit der Agentur AP am Sonntag, die Beziehungen zwischen Moskau und Washington seien so schlimm wie seit 1973 nicht mehr.

 

Quelle: Sputniknews