Trotz Behinderungen wird es in Montenegro zu einem Regierungswechsel kommen. Die Wahlbeteiligung lag bei etwa 75 Prozent, wie die Demokratische Front mitteilte. Das ist eine Niederlage für die NATO und EU, die den langjährigen Premierminister lange deckten. Ist aber nun auch der NATO-Beitritt hinfällig? Bislang sind 30 Prozent gezählt.

 

Als heimlicher Sieger aus den Wahlen wird wohl die Demokratische Front hervorgehen, die lange den NATO-Kurs von Premier Djukankovic mit Protesten entgegengetreten sind. Sowohl die pro-westlichen Medien, aber vor allem auch die oppositionellen Medien haben verstärkt über die Korruptionspolitik der alten Regierung berichtet. Folgendermaßen kommentiert die Demokratische Front die Wahlergebnisse:
 

«Die DPS verwendet das letzte, was sie hat, nämlich die Einschüchterung der Bürger von Montenegro. Bürger gaben ihre Antwort damit, dass 75% zu den Wahlen kamen», so die Opposition.

 
„Die Wahlbeteiligung hat bestätigt, dass Montenegro sich von der Angst befreit hat. Es wird Freiheit zurückzukehren! Freunde, die Freiheit ist nah, im Namen von DF gratuliere ich sie, denn heute Montenegro feiert den unvermeidbaren Sieg der Opposition. Das Chaos wird nur im Büro des Premierministers sein“, fuhren sie fort.
 
Die ersten Umfragen deuten darauf hin, dass die Partei des Premiers Djuankovic zwar mit 40 Prozent die meisten Stimmen am Ende erhalten wird, aber dennoch wird die Demokratische Front in vielen wesentlichen Gesichtspunkten eine bedeutende Rolle spielen. Die ersten Umfragen rechneten mit etwa 40 Prozent der DPS die meisten Stimmen, die Demkratische Front hat allerdings etwa 20,5 der Stimmen erhalten und wird insoweit eine wichtigere Rolle im Parlament spielen und die Stimmen des Protestes ins Parlament tranformieren.

 

Das kleine Montenegro (620.000 Einwohner) ist für die von hoher Bedeutung und steht insoweit auch im Fokus der Geopolitik des westlichen Verteidigungsbündnisses. Im Mai kam es in Montenegro immer wieder zu Anti-NATO-Protestens, nachdem die NATO-Mitgliedsstaaten über den NATO-Beitritt Montenegro einstimmig auf der Außenministerkonferenz beschlossen hatten.
 
Russland und auch Serbien fordern eine Volksabstimmung über den Beitritt, dessen Zustimmung nur über ein Referendum wirksam entschieden werden kann. Montenegro war noch vor 10 Jahren zusammen mit Serbien und Montenegro zusammen. Beide Staaten trennten sich voneinander, nachdem sich die montengrinische Bevölkerung für einen eigenen Teilstaat entschieden hatte. Nun könnte das Wahlergebnis einem Beitritt entgegenstehen. Vor den Wahlen sprach News Front mit dem politischen Analysten Dr. Vukadin über die Wahlen bereits am Samstag, wo es unter anderem auch über die Rolle Montenegros in der Geopolitik geht.

 

 

In den westlichen Leitmedien ging es schon am Sonntag los mit der Torpedierung der Demokratischen Front, weil sie Geld aus Russland für den Wahlkampf erhalten habe, wie beispielsweise die Internetseite der Tagesschau meint. Während der Wahl kam es unter anderem zu 20 Verhaftungen von serbischen Leuten, die man des Terrorverdachts bezichtigte. Zudem wurde zeitweise das Internet gestört, nachdem man dort über Manipulationen seitens der Regieurngspartei schrieb. Die Anschuldigungen des Westens entgegnete ein Sprecher von der Demokratischen Front folgendermaßen:
 

«Es war ein großer Diebstahl, anstatt Wahlen“, sagte Mirko Milanich. Der Journalist und Politiker aus Montenegro, der Führer der Bewegung «Widerstand der Trostlosigkeit“ (Democratic Front),Marco Milachich, sagte in einem Exklusiv-Interview zu News Front über den heutigen Parlamentswahlen. 

 
«Es war ein großer Diebstahl, anstatt Wahlen. Wir wurden zum Zeugen der noch nie dagewesenen Anzahl von Verletzungen in fast allen Wahllockahlen, in allen Städten. Es wird in die Geschichte der Wahlmanipulation in Europa eingehen», sagte Marco Milachich.
 
Er wies darauf hin, dass «die Bürger zu den Walen kamen. Dies bedeutet, dass die Menschen frei von Angst sind.»
 

 
«Es ist mit dem Djukanovic aus, und er weiß es. Die Gewinner schneiden in der Regel die Kommunikationen, soziale Netzwerke, Vayber nicht ab. Drei Stunden haben alle Leistungen nicht gearbeitet. Das bedeutet, dass Djukanovic in Panik ist, und mit solchen Aktionen gab er dies zu», sagte der Journalist.