Die irakischen Sicherheitskräfte und die kurdischen Peschmerga-Kämpfer haben die lang geplante Militäroffensive zur Rückeroberung der IS-Hochburg Mossul begonnen. Dies teilten der irakische Ministerpräsident Haider al-Abadi und das Generalkommando der Peschmerga separat mit.

 

 

 

„Die Stunde des Sieges hat geschlagen. Die Operation zur Befreiung Mossuls hat begonnen“, sagte al-Abadi laut AFP in der Nacht zum Montag im irakischen Staatsfernsehen. Er richtete sich damit direkt an die Bürger Mossuls und rief sie dazu auf, mit den irakischen Streitkräften zu kooperieren.

„Sehr bald werden wir unter Euch sein, um die irakische Flagge zu hissen“, ermutigte er die Mossuler. 2016 werde als das Jahr in die Geschichte eingehen, in dem der Terrorismus und der IS (Islamischer Staat, auch Daesh) besiegt wurden.

 
Die kurdischen Peschmerga haben laut ihrem Generalstab östlich von Mossul eine Operation eingeleitet. Im Rahmen einer Vereinbarung mit den Regierungskräften sollen etwa 4.000 Peschmerga-Kämpfer die Ortschaften in Hazir, östlich von Mossul, von der Terrormiliz IS befreien.
 
Auch US-Verteidigungsminister Ashton Carter hob laut dem AFP-Bericht hervor, der Einsatz sei ein „entscheidender Moment“, um der IS-Miliz eine bleibende Niederlage beizubringen. Die USA und die von ihnen angeführte Militärkoalition unterstützten die „irakischen Sicherheitskräfte und die Peschmerga-Kämpfer“ bei dem schwierigen Kampf, der ihnen bevorstehe, erklärte Carter.