Die Außenminister der EU-Länder haben bei ihrer jüngsten Sitzung in Luxemburg zusätzliche Sanktionen gegen Russland wegen der Lage in Syrien als „nicht realistisch“ und „unausführbar“ abgelehnt, wie der italienische Außenminister Paolo Gentiloni mitteilte. 

 

Die Idee der Sanktionen gegen Moskau sei ihm zufolge sogar von denjenigen als unrealisierbar anerkannt worden, die sie zuvor positiv eingeschätzt hatten.

 

„Wir, die Italiener, haben immer gesagt, dass die Syrien-Krise keine militärische Lösung haben kann. Sanktionen als Instrument sind beim Beenden des Dramas von Aleppo nicht nützlich, da dieses Problem in den nächsten Tagen und Wochen, nicht in Monaten und Jahren gelöst werden muss“, wird Gentiloni von dem Portal Askanews zitiert.

 

Dabei betonte er, dass die EU ausschließlich politische Maßnahmen einsetzen könne, um die Bombardements von Aleppo durch die syrische Regierungsarmee möglichst schnell einzustellen.

 

„Wer kann Assads Verhalten positiv beeinflussen, wenn nicht Russland“, sagte Gentiloni.

 

Ihm zufolge könne Moskau die Möglichkeit einer konstruktiven Beilegung der Syrien-Krise wegen der Unterstützung des Assad-Regimes nicht opfern. Im Gegenteil: Moskau müsste einen „zu hohen Preis im politischen Sinne zahlen müssen, was die Beziehungen mit der EU als auch mit der arabischen sunnitischen Welt anbetrifft“.