Deutschen Medien haben den Besuch des russischen Präsidenten Wladimir Putin in Berlin zum Treffen der Normandie-Vier als „Sensation“ bezeichnet, schreibt Sputnik.

 

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„Es ist eine kleine Sensation: Der russische Präsident trifft am Mittwoch Merkel, Poroschenko und Hollande im Kanzleramt in Berlin“, schreibt beispielsweise die Deutsche Welle.

 

Zuvor war für Mittwoch ein Paris-Besuch geplant gewesen, der letztlich wegen einer Reihe von Unstimmigkeiten nicht zustande kam und verschoben wurde.

„Dass die vier Staats- und Regierungschefs in der deutschen Hauptstadt zusammenkommen sollen, ist schon an sich ein großer Erfolg für die Bundeskanzlerin“, lobt die DW Merkels Initiative.

 

Eine besondere Rolle hat hier wohl das Verhalten Berlins zu den neuen Russland-Sanktionen wegen Syrien gespielt:

„Das war eine Idee aus Großbritannien. Aber da hatte man in Berlin schon andere Pläne. Wenn sich die Außenpolitiker in Brüssel auf Sanktionen geeinigt hätten, wäre Putin wohl nicht zu einem Besuch in Berlin zu bewegen gewesen“, heißt es weiter.

 

Auch die Online-Zeitung „Huffington Post“ bezeichnet Putins Besuch In Berlin als „kleine politische Sensation“ und weist darauf hin, dass dies der erste Berlin-Aufenthalt des russischen Präsidenten seit dem Krim-Referendum sein wird. „Putins Besuch kommt überraschend. Bis gestern gab es noch nicht einmal eine offizielle Bestätigung des Kreml für den Besuch“, so der Zeitungsbericht.

 

Die „Neue Osnabrücker Zeitung“ sieht das Treffen als „gute Nachricht“:

„Inmitten der vielen schlechten Nachrichten gibt es mal eine gute: Russlands Präsident Putin besucht die Kanzlerin, um über die Ukraine-Krise zu reden. Das beweist: Wenn Putin auf Augenhöhe begegnet wird, dann ist er zugänglich.“

 

Die „Bild“-Zeitung behandelt das lang erwartete Treffen der Normandie-Vier in ihrem üblichen Stil: „Kann die Kanzlerin Putin heute endlich stoppen?“ – heißt es in dem entsprechenden Artikel.