Österreich bleibt aus Sicht des russischen Botschafters in Wien, Dmitri Ljubinskij, nach wie vor ein würdiger, wertvoller Partner und Freund Russlands. Die Entwicklungen in verschiedenen Bereichen der bilateralen Beziehungen würden einen „vorsichtigen Optimismus“ erlauben.

 

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Dem Botschafter zufolge waren und bleiben die Beziehungen zwischen Moskau und Wien sehr gut, wobei es natürlich auch Aspekte gebe, die geändert werden sollten.

„Ich kam mit der Aufgabe nach Österreich, einige Sachen tatsächlich zu verändern, und versuchte das ganze Jahr lang, dies umzusetzen“, so Ljubinskij. Dabei seien schon einige Erfolge in den bilateralen Beziehungen erreicht worden. So reiste Heinz Fischer, der ehemalige Präsident des Landes, der es 12 Jahre lang regierte, zu einem der letzten seiner offiziellen Besuche eben nach Moskau. Auch die Sitzungen der zwischenstaatlichen Regierungskommission unter Leitung des österreichischen Vizekanzlers Reinhold Mitterlehner und des russischen Vizepremiers Dmitri Kozak konnten wiederhergestellt werden.

 

Beide Länder brachten außerdem das österreichisch-russische Themenjahr des gegenseitigen Tourismus‘ für 2017 auf den Weg.

„Bezüglich der kommenden Jahre und Monate bin ich, würde ich sagen, vorsichtig optimistisch. Die Idee der Sanktionen gegen Russland stammt nicht von uns. Diese Linie können wir jedoch natürlich nicht außer Acht lassen. Wir antworteten auf Sanktionen, was letztlich beiden Seiten geschadet hat“, so der Botschafter weiter.

 

Viele Bereiche wurden infolgedessen negativ betroffen: von der Landwirtschaft bis hin zum Tourismus. „Doch wichtig ist, dass es nicht unsere Wahl war“, betonte Ljubinskij.

Trotz der Schwierigkeiten in den Beziehungen zwischen Russland und der EU könne man auch auf bilateraler Ebene gewisse Schritte im Wirtschafts- sowie im humanitären und Kulturbereich unternehmen. Der Botschafter sei, wie auch vor einem Jahr, davon überzeugt, dass es in Österreich „keine Mächte gibt, die gegen Russland eingestellt sind“. Moskau werde seinerseits auch jede beliebige Wahl des österreichischen Volks respektieren, welches bis Ende des Jahres endlich seinen Präsidenten für die nächsten sechs Jahre wählen muss.

Quelle: Sputniknews