Die Deutschen werden Bundeskanzlerin Merkel wohl nicht so schnell wieder los. Laut CDU-Generalsekretär Tauber wird sie auch ein viertes Mal Kanzlerkandidatin der Union sein. Er will 2017 eine «Richtungswahl» ausrufen, obwohl Rot-Rot-Grün kaum Chancen auf eine Realisierung hat.
 
CDU-Generalsekretär Peter Tauber erwartet, dass sich Bundeskanzlerin Angela Merkel zu einer vierten Kanzlerkandidatur für die Union bereit erklärt. «Es ist der Wunsch von vielen, dass sich Angela Merkel für eine vierte Amtszeit zur Verfügung stellt -– und ich gehe davon aus, dass sie das bei ihren Überlegungen auch berücksichtigt», sagte Tauber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Er fügte hinzu, «selbstverständlich» werde es ein gemeinsames Wahlprogramm und einen gemeinsamen Kanzlerkandidaten von CDU und CSU geben.

 

Die nächste Bundestagswahl bezeichnete Tauber als «Richtungswahl». Die Alternative für 2017 sei «eine Politik der Mitte mit der Union -– oder Rot-Rot-Grün», sagte er. CDU und CSU als bürgerliche Parteien müssten «klar benennen, dass die nächste Bundestagswahl eine Richtungswahl wird». Gleichwohl hält Tauber ein Bündnis mit den Grünen für möglich. «Schwarz-Grün kann durchaus eine Alternative zur Großen Koalition sein», sagte er. «In bestimmten Fragen –- etwa bei einer soliden Finanzpolitik -– gibt es größere Schnittmengen mit den Grünen als mit den Sozialdemokraten.» Der Generalsekretär betonte, der SPD würde es «gut tun, wenn sie wieder richtig Opposition ist -– und nicht ständig in der Regierung Opposition spielen muss».
 
Tauber rechnet mit einem Wahlergebnis für die Union, das deutlich über den gegenwärtigen Umfragewerten liegt. «Die 34 Prozent, die wir derzeit in den Umfragen haben, reichen mir nicht. Ich glaube, dass die Union deutlich erfolgreicher sein kann», sagte er. «Dafür müssen wir Vertrauen zurückgewinnen, daran arbeiten wir. Und dann werden wir einen kurzen, überzeugenden Wahlkampf machen.» Allerdings hat vor allem die CDU sehr viel Vertrauen verspielt, zumal Bundeskanzlerin Merkel eine Politik der Beliebigkeit und der ständigen Kurswechsel durchführt und die Partei einfach nicht mehr als konservative Kraft wahrgenommen wird.

 

Quelle: Contra Magazin