Russland und Syrien sind bereit, zu einer „humanitären Pausen“ in Aleppo zurückzukehren, wenn die internationalen Organisationen ihre Bereitschaft zur Evakuierung der Zivilbevölkerung garantierten, berichtet RIA «Nowosti» mit Verweis auf den Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow.

 

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Zuvor hatte auch der Chef der Operativen Hauptabteilung des russischen Generalstabes, Sergej Rudskoi, erklärt, Moskau werde auf erste Nachfrage humanitäre Pausen in Aleppo einzulegen, sobald es zuverlässige Informationen zur die Bereitschaft zum Abzug von Kranken, Verletzten und der Zivilbevölkerung gibt.

 

Die humanitäre Pause war am 20. Oktober um 08:00 Uhr Ortszeit in Kraft getreten. Acht Korridore waren vorgesehen – sechs für Zivilisten und zwei für Kämpfer. Die russischen und syrischen Luftstreitkräfte hatten bereits am Dienstag ihre Angriffe auf die Stellungen der Terroristen eingestellt, um die umkämpfte Stadt auf die großangelegte Feuerpause vorzubereiten.Weder Kämpfern noch Zivilisten war es am dritten Tag der humanitären Pause gelungen, Ost-Aleppo zu verlassen.

 

Zuvor hatte ein Bewohner von Ost-Aleppo gegenüber RIA Novosti gesagt, Terroristen der Dschebhat an-Nusra würden seit zwei Tagen die Ausgänge zu den humanitären Korridoren blockieren und damit drohen, jeden zu erschießen, der zu fliehen versuche.

 

Verschiedenen Angaben zufolge befinden sich rund 7.000 Terroristen aus diversen Gruppierungen in den östlichen Vierteln von Aleppo.