Während eines Pressebriefrings des russischen Verteidigungsministeriums hat Generalleutnant Sergej Rudskoi gestern mit den Vorwürfen, die im Westen gemacht werden, dass Russland angeblich willkürliche Luftangriffe in Syrien durchführen lasse, aufgeräumt und Bildbeweise vorgelegt. In den Medienberichten hieß es zuvor beispielsweise, dass Russland ein Krankenhaus in Aleppo angegriffen und zerstört hätte. Die jüngsten Aufnahmen belegen jedoch, dass das Krankenhaus nach wie vor unversehrt ist und die Vorwürfe somit haltlos.

 

 

Rudskoi kam nach der Widerlegung der Vorwürfe wegen angeblicher Kriegsverbrechen in Syrien auf die Anti-IS-Operation in der irakischen Stadt Mossul, die letzte Woche begonnen wurde, zu sprechen und machte den USA schwere Vorwürfe. Russland beobachte die Situation in Mossul sehr genau und wisse, dass etliche Luftangriffe der US-Koalition Zivilisten und zivile Infrastruktur getroffen hätten, unter anderem eine Mädchenschule sowie Wohnviertel östlich und westlich von Mossul. Durch sie seien allein die letzten drei Tage über 60 Menschen, darunter auch Kinder, getötet und über 200 verletzt worden. Zudem ist die Operation bisher wenig erfolgreich gewesen und die Aufzeichnungsdaten russischer Militärtechnik belegen, dass Hunderte IS-Terroristen aus Mossul nach Syrien geflohen sind.