Der ständige UN-Vertreter Russlands, Witali Tschurkin, hat in seiner Rede bei einer Sitzung des UN-Sicherheitsrates die Kritik seitens der USA, Großbritannien und anderer Länder gegen Russland kommentiert.

 

Tschurkin verwies auf die Luftschläge, die die US-geführte Koalition in der syrischen Stadt Manbidsch versetzt hatte, wobei Dutzende Zivilisten umgekommen waren. Die englische Delegation habe dazu gerade einmal eine Erklärung vorbereitet, „in der lediglich Bedauern zum Ausdruck gebracht wurde. Nicht einmal eine Verurteilung wollen sie ausdrücken».

 

„Mancher wird noch um Vergebung seiner Sünden beten, liebe Kollegen, sowohl wegen der Situation in Syrien als auch wegen vieler anderer Situationen, von denen wir wissen», warnte der russische Vertreter.

 

Ende Juli hatte ein Luftangriff der von den USA angeführten Koalition in Syrien mehr als 200 Einwohner der Stadt Manbidsch im Norden des Landes das Leben gekostet.

 

Außerdem erwähnte Tschurkin auch die Vorfälle in Aleppo und im Jemen: In der Provinz Aleppo hatte die belgische Luftwaffe die Siedlung Hassadschek beschossen, wobei  mindestens sechs Zivilisten ums Leben gekommen waren.  Im Jemen waren bei einem Luftangriff auf eine Trauerfeier mehr als 140 Menschen umgekommen und mindestens 500 verletzt worden. Die jemenitischen Rebellen machten die saudisch-geführte Koalition dafür verantwortlich, die versprach, die Ermittlungen einzuleiten.