Nichtregierungsorganisationen wie Amnesty international oder Human Rights Watch sind bislang die bekanntesten Akteure des Westens im Syrien-Krieg. Sie sind oftmals eine gern genommene Quelle für die einseitige Berichterstattung in den westlichen Leitmedien. Derzeit mischen auch die „Weißhelme“ im Informationskrieg mit.

 

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Der Begriff „Weißhelme“ erinnert ein wenig an die UN-Blauhelme, die an internationalen Friedensmissionen militärisch beteiligt sind. Die relativ junge Organisation aus den USA fungiert auch als NGO im Syrien-Krieg und wird in westlichen Leitmedien oftmals als Quelle zitiert, wenn es darum geht über die „Verbrechen und Menschenrechtsverletzungen“ der syrischen und russischen Streitkräfte zu berichten.

 

Medial wird suggeriert, dass es sich bei der Gruppe um eine humanitäre Organisation handelt, die weder einem Staat noch einem internationalen militärischen Verband angehören. Also eine neue Organisation des Westens, die in verschiedenen Ländern eine Zweigstelle hat und deren Ursprung an die Gründung von Amnesty international erinnert, welche der britische Auslandsnachrichtendienst MI6 einst im Blechtley Park gründete. Nur mit dem Unterschied, dass die „Weißhelme“ ihren Schwerpunkt auf den syrischen Zivilschutz gelegt haben, eine Art technisches Hilfswerk also?

 

Ein Artikel auf dem kanadischen Portal Global Research beschäftigt sich näher mit den Hintergründen der NGO, wo unter anderem darauf hingewiesen wird, wer die „unabhägige Organisation“ organisiert: Unter anderem durch die CIA-Tarn-Organisation USAID, die ganze 23 Millionen Dollar in die Organisation steckt, womit auch die 119 Zentren in ganz Syrien finanziert werden. Medial wird die Organisation gelobt, die im Gegensatz zu manch anderen Quellen nicht von London aus die „Menschenrechtsverletzungen“ des Assad Regimes an die westlichen Medien melden, sondern vor Ort ist und einen erhöhten Glaubwürdigkeitsfaktor hat.

So könnte man meinen, aber in einem weiteren Artikel auf Global Research wird unter anderem darauf verwiesen, dass viele Meldungen über syrische und russische Bombardements sich nicht als wahr erwiesen haben. Also kaum ein Unterschied zu den üblichen Verdächtigen? Doch, denn die Organisation soll auch als private Kampfunterstützungstruppe für syrische Rebellengruppen fungieren. Wenn man so will, dann handelt es sich um eine Privatarmee mit Propaganda-Auftrag, die an der Seite der westlichen Koalition steht. Der Unterschied zu Amnesty international ist also darin zu erblicken, dass ihr Auftrag bis ins Militärische reicht. Sie sind also nicht die „humanitären Engel“, wie es uns die westlichen Leitmedien verkaufen wollen.

 

Um dieses Bild auch glaubhaft zu verkaufen wurde der Weißhelm-NGO auch der Livelihood Award 2016 verliehen, ein Menschenrechtspreis für ihre Arbeit beim „syrischen Zivilschutz“, wie man hier nachlesen kann. Auch Russland betreibt zivil-militärische Zusammenarbeit, wobei hier weniger Aufwand im Marketing betrieben und nicht der Anschein erzeugt wird, dass es sich hierbei um eine internationale Menschenrechtsorganisation handelt. Das Zentrum für Aussöhnung der entgegengesetzten Seiten in Syrien berichtet nahezu täglich über ihre Tätigkeit, aber im Auftrag des russischen Verteidigungsministerium, die in sozialen Medien ihre Berichte teilen. Contra Magazin berichtete im vergangenen Dezember über Amnesty international, nachdem auch von dort nicht fundierte Anschuldigungen gegen die Streitkräfte der russischen Föderation verbreitet wurden.

 

 

Von Christian Saarländer, Contra Magazin

 

 

 

 

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