In drei Monaten könne Mossul befreit sein, wenn es weiter so gut vorangeht. Die Kurden unterstützen die irakische Armee, in die Stadt vordringen müssen die Irakis selbst. Die Kurden stehen aber bereit um zu helfen. Der kurdische Premier will die Unabhängigkeit der Kurden erwirken.

 

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«Der Irak ist gescheitert, wir haben lange genug zugesehen», sagt Barzani. – Also noch mehr Sprengstoff für die Region.

 

 

Der kurdische Ministerpräsident Nechirvan Barzani rechnet damit, dass Mossul in drei Monaten vom «Islamischen Staat» (IS) befreit sein könnte und schließt ein Vorrücken der Peschmerga weiter Richtung Mossul nicht aus.

 

«Wir haben die Vororte schnell erobern können, unsicher ist, wie stark sich ISIS in der Stadt verteidigen wird. Aber wir sehen, dass sie hunderte Selbstmordattentäter haben, es muss dort ganze Fabriken geben, wo sie die Sprengstofffallen herstellen. Das ist die größte Gefahr beim Vormarsch. Wenn es weiter gut voran geht, rechne ich aber damit, dass die Stadt in spätestens drei Monaten befreit sein kann», sagte Barzani der «Bild».

 

Auf die Frage, ob Peschmerga am Ende doch in die Stadt selbst vorrücken könnten sagte Barzani: «Es gibt eine Vereinbarung, an die wir uns halten. Es ist besser, wenn die irakische Armee in die Stadt selbst vordringt, um keinen kurdisch-arabischen Konflikt auszulösen. Aber wenn wir gefragt werden und es eine neue Vereinbarung geben sollte, werden wir selbstverständlich helfen und stehen dafür bereit.»

 

Barzani kündigte an, dass Kurdistan nach der Mossul-Offensive die Unabhängigkeit anstreben will. Barzani: «Sobald Mossul befreit ist, werden wir uns mit unseren Partnern in Bagdad zusammen setzen und über unsere Unabhängigkeit sprechen. Wir haben schon zu lange gewartet, dachten, dass es nach 2003 einen echten Neuanfang für einen demokratischen Irak gibt. Aber dieser Irak ist gescheitert.»

 

 

Quelle: Contra Magazin