Die Nato strebt nach konstruktiven Beziehungen zu Russland und betrachtet das Land nicht als Gefahr, wie Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg am Freitag in einem BBC-Interview sagte.

 

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„Die Nato will konstruktivere Beziehungen, die auf Zusammenarbeit basieren“, so Stoltenberg über das Verhältnis zu Russland.

 

Er versicherte außerdem, dass die Allianz keinen Kalten Krieg mit Russland anstrebe. Laut Stoltenberg soll Moskau allerdings zu viel Atom-Rhetorik nutzen, um europäische Länder einzuschüchtern.

 

Bezüglich des Nato-Beschlusses über die Stationierung von zusätzlich 4.000 Soldaten in Osteuropa, nahe der Grenzen zu Russland, sagte er, die Allianz wolle keinen Konflikt provozieren, sondern verhindern.

 

„Wir sind gezwungen, dies zu tun, basierend auf der gemeinsamen Verteidigung–Eindämmung“, so der Nato-Chef weiter.

 

Die Nato sehe keine unmittelbare Bedrohung in Russland, antworte jedoch auf sein Vorgehen hinsichtlich der Ukraine.

 

Beim Nato-Gipfeltreffen Anfang Juli in Warschau war die Stationierung von zusätzlich 4.000 Soldaten in den baltischen Staaten beschlossen worden. Die Nato will vier multinationale, rotierende Bataillone für das östliche Bündnisgebiet schaffen. Zur Formierung der Truppen sind bereits die Rahmenstaaten bestimmt worden: In Lettland wird Deutschland dafür verantwortlich sein, in Litauen Kanada, in Estland Großbritannien und in Polen die USA.

 

Quelle: Sputniknews