Nach der Auszählung von ca. 98 Prozent aller Stimmen, dürfte es wohl zur Stichwahl im November kommen. Denn der Kandidat der Sozialisten Igor Dodon verfehlte mit knapp 48,9 Prozent die absolute Mehrheit. Maia Sandu erreichte mit etwa 37,8 Prozent den zweiten Platz. In der Stichwahl entscheidet sich nun ob Dodons freundlicher Kurs oder Sandus Agenda für die Europäische Integration Moldawiens.

 

Eine unerwartet hohe Wahlbeteiligung garantierte, dass die Wahl zum Präsidenten gültig ist. Insgesamt traten neun Kandidaten zur Wahl des Präsidenten in Moldawien an, wo es höchstwahrscheinlich zu einer Stichwahl kommen wird.  Viele Wahlberechtigt gingen auch im Ausland zur Wahl, so auch in Russland, in der Ukraine und im Balitkum. Bereits vor der Wahl stand fest, dass die Wahl ein Stimmungsbarometer für die künftige politische Agenda Moldawiens sein wird. Sozialist Dodon steht für eine Ausweitung der guten Beziehungen mit Russland und steht einer EU-Integration skeptisch gegenüber. Anders seine Konkurrentin Sandu, die für einen pro-europäischen Kurs steht, wie auch viele andere Kandidaten die weit abgeschlagen von den beiden Favoriten waren.

Sputnik Moldawien berichtet, dass nunmehr 98,8 Prozent der Stimmen ausgezählt wurden und somit eine Stichwahl höchstwahrscheinlich wird. Es ist seit 20 Jahren die erste reguläre Präsidentschaftswahl in der ehemaligen Sowjetrepublik Moldawien. Im Jahre 2000 wurde die Präsidentschaftswahl für verfassungswidrig erklärt, so dass die letzte Wahl auf das Jahr 1996 datiert wird. In Moldawien befinden mit den autonomen Republiken Gagausien und Transnistrien zwei nicht anerkannte autonome Regionen, die unter anderem als eingefrorener Konflikt zwischen Ost und West betrachtet werden. Die Wahl wurde von Vertretern der Europäischen Union (EU), der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) und durch die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) beobachtet, die Unregelmäßigkeiten beklagten.

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