Allein in Chicago sollen in der vergangenen Dekade hunderte verstorbene US-Bürger mehrmals ihre Stimme abgegeben haben, berichtet der TV-Sender CBS2. Ob auch bei der diesjährigen Präsidentschaftswahl Tote wiederauferstehen werden, bleibt offen.

 

Susie Sallee sei schon 18 Jahre tot. Laut einer Recherche des Fernsehsenders hat sie seitdem aber rund sechs Mal ihre Stimme abgegeben – aus dem Jenseits.
 

Floyd Stevens wurde 1993 beerdigt, soll aber offiziellen Angaben zufolge seit seinem Tod ganze 11 Mal das Wahllokal besucht haben.

 

„Das ist ein Wahnsinn“, sagt die Tochter des Verstorbenen, Sharon Stevens. „Ich verstehe nicht, wie Menschen solche Sachen durchführen und ungestraft damit durchkommen.“

 

Insgesamt sollen in den vergangenen zehn Jahren 119 tote Menschen sich rund 229 Mal an politischen Wahlen beteiligt haben.

 

Laut dem Sprecher der Wahlkommission Jim Allen ist die Mehrheit dieser Fälle höchstwahrscheinlich auf Schreibfehler zurückzuführen – manche Menschen hätten ja öfters dieselben Namen und Adressen, wie ihre verstorbenen Familienmitglieder, erklärt der Sprecher.  Andere Fehler seien aber tatsächlich schwer zu erklären, beklagt er sich.

 

Ende September  hatte der Sender CBS4 über ähnliche Fälle im US-Bundesstaat Colorado berichtet. Dort sollen mindestens 78 tote Wähler jahrelang wahlberechtigt gewesen sein, wobei deren Stimmen unter unklaren Umständen gezählt wurden.
 

Vor den Präsidentschaftswahlen 2012, bei denen der heute amtierende Staatschef Barack Obama gewonnen hatte, sollen laut Angaben des renommierten Pew Research Centers rund 1,8 Millionen tote Amerikaner als Wähler registriert gewesen sein. So seien damals ganze  51 Millionen Wahlberechtigte neun Monate vor den Wahlen nicht in den Wählerlisten verzeichnet gewesen – dafür aber mehr als 1,8 Millionen Personen, die zu dem Zeitpunkt bereits verstorben waren.

 

Quelle: Sputniknews