Einige NATO-Verteidigungsminister wollen die Schaffung einer Flotte im Schwarzen Meer forcieren, sind dafür aber auf die Unterstützung der Anrainerstaaten angewiesen. Selbst eine Umbeflaggung der Schiffe zur Umgehung des Vertrags von Montreux wird angedacht.

 

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Insbesondere in den USA, Kanada, Deutschland, den Niederlanden, Polen und der Türkei scheint man sich auf die Bildung einer NATO-Kriegsflotte im Schwarzen Meer eingeschossen zu haben, wie aus den Meldungen zum Treffen der Verteidigungsminister vom 26. und 27. Oktober hervorgeht. Demnach hat Rumänien die Initiative ergriffen und vorgeschlagen, eine multinationale Marinebrigade in der Region zu etablieren, was insbesondere bei diesen Ländern auf große Zustimmung stieß. Schon jetzt stellen Rumänien und Bulgarien Militärflughäfen zur Stationierung von NATO-Flugzeugstaffeln bereit.

 

Nun sollen im Schwarzen Meer reguläre trilaterale Marineübungen abgehalten werden, an denen sich die drei NATO-Länder Bulgarien, Rumänien und die Türkei beteiligen sollen, die gleichzeitig auch Anrainerstaaten sind. Dabei sollen auch Nicht-Anrainerstaaten Personal entsenden an solchen Übungen teilnehmen können. Laut NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg sind auch die Ukraine und Georgien voll in die Pläne involviert. «Es ist wichtig engen Kontakt mit Partnerländern wie Ukraine und Georgien zu haben», so Stoltenberg. Denn man müsse auch mit ihnen «bezüglich unserer verstärkten Präsenz im Schwarzen Meer» im Dialog bleiben.