Die selbsternannten Machtorgane des syrischen Aleppo vertreten nicht die Interessen der Bevölkerung des östlichen Teils der Stadt, sondern die der Terroristen, wie die amtliche Sprecherin des russischen Außenamtes, Maria Sacharowa, erklärte.

 

Sie erinnerte daran, dass laut den eintreffenden Informationen in Aleppo zwei „Selbstverwaltungsorgane“ existieren würden. Eines davon, der „Provinzrat“, befinde sich im türkischen Gaziantep. Das andere – der sogenannte „Städtische Rat“ — habe sein Quartier in der Ortschaft Atarib etwa 20 Kilometer südwestlich von Aleppo.

 

Eine weitere Kraft, die sich in Aleppo zu offenbaren versuche, sei die sogenannte „provisorische Regierung“, die mit der Nationalen Koalition der syrischen Revolutions- und Oppositionskräfte verbunden sei.

 

„Alle diese selbsternannten ‚Behörden‘ sind weit davon entfernt, die Bewohner der östlichen Stadtviertel Aleppos zu vertreten, welche im Grunde genommen Geiseln der Kämpfer geworden sind. Noch schlimmer ist, dass diese Personen, die im Auftrag ihrer Sponsoren handeln, heuchlerisch quasi im Namen der friedlichen Bürger auftreten, wobei sie auf jegliche Weise den Terroristen und dem radikalsten Teil der illegitimen bewaffneten Gruppierungen in die Hand spielen und die Sache zur Fortsetzung des Blutvergießens und der Leiden der Menschen führen“, heißt es auf der Webseite des russischen Außenamtes in Sacharowas Antwort auf die Medienfrage, was denn der „Rat“ von Ost-Aleppo darstelle und wer ihn ermächtigt habe.

 

Die Außenamtssprecherin betonte dabei, dass beide „Räte“ angeblich im Jahr 2013 „gewählt“ worden sein sollen. Nach den vorliegenden Informationen habe sie Katar ursprünglich finanziert. Inzwischen würden die USA, Großbritannien, Frankreich, die Vereinigten Arabischen Emirate und die skandinavischen Länder als ihre Geldgeber auftreten.

 

„Die obstruktionistische Position dieser ‚Räte‘ hat Ende August 2016 zur Absage der UN-Hilfsoperation zur Lieferung von Hilfsgütern über die Castello-Straße nach Ost-Aleppo geführt. Die ‚Räte‘ haben auch die jüngste Verhinderung der medizinischen Evakuierung aus Ost-Aleppo auf ihrem Gewissen. Es sei daran erinnert, dass oppositionell gestimmte ‚Ärzte‘ damals versucht hatten, die Evakuierung von Patienten gegen die Lieferung von Medikamenten für die Kämpfer zu tauschen“, betonte Sacharowa.

 

Ihren Worten zufolge haben die illegitimen bewaffneten Gruppierungen den „Räten“ die Organisation der lebenswichtigen Versorgung von Ost-Aleppo überlassen, darunter die Wasser- und Stromversorgung, die Schulbildung, die Arbeit der Brotbäckereien.