Die gesamte Meinungsforschung an sich ist bei den Wahlen in den USA gescheitert, wie der namhafte amerikanische Soziologe und Professor der Princeton University, Sam Wang, meint.

 

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Wang leitet die Webseite Princeton Election Consortium, die Hillary Clintons Wahlsieg mit einer Wahrscheinlichkeit von 99 Prozent vorausgesagt hatte. Nun aber steht der Republikaner Donald Trump kurz vorm Sieg, nachdem er in mehreren bedeutenden Wechselstaaten die Wahlen gewonnen hat.

 

„Alles Gerede von einer (Sieges- — Anm. d. Red.)Wahrscheinlichkeit in Höhe von 65, 91, 93 und 99 Prozent – das sind Details. In Wirklichkeit ist der Kernpunkt der, dass die gesamte Meinungsforschung – die öffentliche, die mit dem Wahlkampf der Kandidaten verbundene und die der Dienstleister – Daten erbracht hat, die sehr stark von den Ergebnissen abweichen“, so Wang. Nun müsse geklärt werden, wie sich eine so weit entwickelte Branche so irren konnte. „Und der größte Schock ist natürlich Trumps Präsidentschaft“, zitiert den Experten RIA Novosti.

 

Zuvor hatte der Princeton-Professor überzeugt Clintons Wahlsieg prognostiziert. Im Oktober erklärte er, „alles steht völlig fest“, und versprach, eine Wanze zu essen, sollte Trump mehr als 240 Stimmen der Wahlmänner erringen. Nun aber hat Trump mit dem Wahlsieg im US-Staat Pennsylvania bereits 274 Stimmen errungen. Für den Wahlsieg waren nur 270 Stimmen notwendig.