WikiLeaks hat weitere Tranchen an E-Mails enthüllt. Um den Wahlkampfstab des Beraters John Podesta und weitere um die Spitze der Demokratischen Partei in den USA. Trotz weitere Skandale und Schweinereien ist die Presse weiterhin im Clinton-Rausch. Ein Armutszeugnis.

 

Generell sind die Themen WikiLeaks und der US-Wahlkampf zwei verschiedene Themenkomplexe gewesen, doch seit diesem Jahr ist das anders. Bis auf wenige Ausnahmen veröffentlichte WikiLeaks ausschließlich E-Mail-Serien, die in Verbindung mit der Demokratin Hillary Clinton stehen. Aktuell ist es der Teil 34 der Reihe um Wahlkampfstratege John Podesta, den die Plattform veröffentlichte.

 


 

Es wurden weitere Enthüllungen rund um den Stab der Demokratischen Partei, dem Democratic National Comitee (DNC), veröffentlicht. Bereits im Sommer wurden sämtliche DNC-Mails veröffentlicht, worauf in den USA breit über den Tod des Demokraten Seth Rich berichtet wurde, der demnach für die Veröffentlichung verantwortlich gewesen sein soll. In unseren Medien glaubte man bis dahin nur, dass hinter diesen Leaks Russland und seine KGB-Hacker stecken könnten. Nachdem WikiLeaks gestern weitere DNC-Mails veröffentlichte, waren die Server der Plattform zahlreichen Hacker-Angriffen ausgesetzt.

 


 
Am Wochenende wurde vor allem in den US-Medien über ein spezielles Thema breit diskutiert und berichtet. Es ging um die Teilnahme von Podesta und seinem Bruder an einem Spirit Cooking-Dinner (Seelen kochen), wie man unter dem Hashtag #SpiritCooking nachlesen kann.

 
Viele haben sich gefragt, was es damit auf sich hat. Hagen Grell hat auf Youtube ein Video veröffentlicht.
 

 
Kunst oder Okkultimus? In der Netzgemeinschaft wurde viel darüber geschrieben. Für die deutschen Medien war es kein Thema gewesen, wie man es sonst auch kennt. Zugegeben, es wurde nicht bewiesen, dass Clinton an diesem Ritual teilgenommen hat, aber dennoch zeigt es die Heuchelei in der deutschen Berichterstattung nur deutlich. Man stelle sich nur vor, dass Donald Trump oder einer seiner Mitarbeiter mit diesem Ritual in Verbindung gebracht worden wäre.
 
Stattdessen hat man in der deutschen Jubelpresse lesen können, wie sehr man sich freute, dass das FBI keine weiteren Ermittlungen wegen den neuen E-Mails anstellen werde. Der FBI-Boss wurde entlassen und ein weiterer Ermittler und seine Frau getötet. All das war und ist eher kein Thema in den Medien. Über den medialen Umgang mit WikiLeaks wurde hier schon viel geschrieben. Und derzeit sprechen Portale wie der Spiegel den deutschen Fans von Republikaner Trump das Demokratie-Verständnis ab. Bei Assange stellt man sich nach wie vor die Frage, wie er Wahlkampf für Donald Trump leisten kann. Aber tut er das wirklich?
 
Der WikiLeaks-Begründer dementierte das bislang immer und sagte erst am Wochenende in einem Interview mit John Pilger, dass es nicht um Clinton geht. Sie steht aus seiner Sicht stellvertretend für ein Klientel in den USA, welches er immer wieder kritisierte. Im Übrigen soll laut Assange die Demokratin Clinton von den gleichen Geldgebern unterstützt werden, die auch die Terrorgruppe ISIS finanzieren. Auch hierüber wurde schon auf Contra Magazin vor Monaten berichtet und geschrieben.
 


 

«Russophobie» und die allseits bekannte «amerikanische Einzigartigkeit», sind für Clinton wichtiger als das Leben der Amerikaner selbst, sagte die russische TV-Moderatorin, Anna Chapman, über Hillary Clinton. Vor sechs Jahren wurde Chapman in den USA verhaftet und kam im Zuge eines Agentenaustausches wieder frei. Auch damals berichtete die Regenbogenpresse schmutzig und verlogen über diesen Fall. Fast schon so schmutzig wie über die Berichterstattung der vorigen Präsidentenwahl.
 
In den deutschen Leitmedien wird der Wahlkampf fast so thematisiert, man könnte meinen, die Deutschen selbst hätten eine Stimme zur Wahl des amerikansichen Präsidenten. Mit Experten, Politikern und Journalisten wurden breit und lang diskutiert, warum Donald Trump in Deutschland so viele Befürworter hat, nachdem die Netzschnüffler herausgefunden haben, dass es viele im deutschsprachigen Raum gibt, die es wagen, ihre Sympathie mit dem Republikaner zu bekunden. Aber ist es wirklich verwunderlich, nach all diesen Enthüllungen?
 
Ob und inwieweit Clinton und vor allem ihre Stiftung gegen die amerikanischen Gesetze verstoßen hat, sollen amerikanische Gerichte entscheiden. Aber erinnern wir uns an den Fall Christian Wulff, der nach einer mediale Hetzkampagne schließlich zurückgetreten ist. Hier standen weitaus weniger Vorwürfe im Raum und letztlich hat ein Gericht entschieden, dass Wulff gegen kein Gesetz verstoßen hat, sondern lange vor seiner Wahl die Unwahrheit gesagt hat. Das ist für einen Politiker nichts Ungewöhnliches, aber wie oft wurden durch die E-Mail-Enthüllungen von WikiLeaks Lügen der Demokratin deutlich?

 
Quelle: Contra Magazin
 

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