EU-Erweiterungskommissar Johannes Hahn warnt vor einem wachsenden Migrationsdruck aus Afrika. Man müsse damit beginnen, zwischen Flüchtlingen und Migranten zu unterscheiden.

 

johannes-hahn-620x330-1

 

Wie die österreichische Tageszeitung «Die Presse» berichtet, forderte EU-Erweiterungskommissar Johannes Hahn bei einer Podiumsdiskussion in Wien dazu auf, bei der Zuwanderung nach Europa entsprechende Maßstäbe anzuwenden.

 

«Wir müssen endlich beginnen, zwischen Flüchtlingen und Migranten zu unterscheiden», forderte EU-Erweiterungskommissar Johannes Hahn. «Das Flüchtlingsthema haben wir auf eine effiziente Weise gelöst, aber noch nicht das Migrationsthema.»

 

Im Zentrum stehe hier Afrika, dessen Bevölkerung sich von aktuell 1 bis 1,2 Milliarden, bis 2050 verdoppeln und bis 2100 auf vier Milliarden ansteigen werden, so der frühere ÖVP-Politiker. «Das ist nicht tragbar und das wird neuen Druck erzeugen.» Vor allem stehe hier auch Ägypten im Fokus, dessen Bevölkerung jährlich um knapp zwei Millionen Menschen wächst und einen enormen Migrationsdruck aufweist.
 
Für Hahn sind die sogenannten «Migrationspartnerschaften» mit diversen afrikanischen Ländern eine positive Sache, obwohl es zurecht einige Kritikpunkte diesbezüglich gibt. Insbesondere die grassierende Korruption in diesen Ländern (Äthiopien, Mali, Niger, Nigeria und Senegal) führt dazu, dass hier Steuergelder aus der EU versickern und sich käufliche Behördenvertreter weiterhin von den Schleppern schmieren lassen.

 

Von Marco Maier, Contra Magazin