Nach seiner Abdankung als Gouverneur hat Michail Saakaschwili die ukrainischen Machthaber als Abschaum beschimpft und angekündigt, die politischen Eliten wechseln zu wollen.

 

Dafür gründe er eine neue Partei, sagte der ehemalige Präsident des Kaukasus-Staates Georgien am Freitag. Sein Ziel sei es, eine vorgezogene Parlamentsneuwahl  zu erreichen, um die Machtelite zu wechseln.

 

„Wir etablieren eine neue breite politische Plattform. Unser Ziel ist es, die jetzige politische Elite, die in der Tat ein Auswurf der Gesellschaft ist, zu wechseln“, so Saakaschwili. Seinem Erzfeind, Oligarch Igor Kolomoiski drohte er mit Enteignung und Gefängnis.

 

„Wenn wir an die Macht kommen, wird diese Bank (Privatbank – Red.) nationalisiert, ihr Eigner wird eingesperrt“, sagte Saakaschwili. Und weiter: „Kolomoiski wird im Gefängnis sitzen und keine Schweiz wird ihn retten können.“  Die Privatbank ist das größte private Geldinstitut der Ukraine. Haupteigner ist Igor Kolomoiski, dessen Familie laut Medien in der Schweiz lebt.

 

Saakaschwili hatte 18 Monate in der südukrainischen Schwarzmeerregion Odessa als Gouverneur regiert. In dieser Woche trat er zurück. Grund für die Entscheidung war ein Konflikt mit Staatschef Petro Poroschenko. Saakaschwili warf dem Präsidenten vor, korrupte Clans in Odessa zu beschützen.

 

Saakaschwili war von 2004 bis 2013 Präsident Georgiens. In seiner Heimat wird nach Saakaschwili wegen Unterschlagung gefahndet.

 

Quelle: Sputniknews