Die Politik in Belgien befürchtet , dass sich nun mehrere Kämpfer der Terrormilizen nun auf den Heimweg machen.Während die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS, auch Daesh) in Syrien und im Irak immer mehr in die Enge getrieben wird, könnten bis zu 5000 Europäer, die derzeit in den IS-Reihen kämpfen, nach Europa zurückkehren. Dies sagte Belgiens Innenminister Jan Jambon gegenüber dem belgischen Sender RTBF.

 

„Man rückt auf die Positionen des Islamischen Staates in Rakka und Mossul vor. Belgische Kämpfer könnten dort bleiben, um den IS zu verteidigen, oder aber, und darauf sollten wir besonders achten, der IS schickt diese Kämpfer (nach Europa – Anm. d. Red.) zurück“, sagte Jambon.

 

 

Dabei gehe es nicht nur um die zweihundert Belgier, die sich derzeit in der Region befinden sollen, sondern um insgesamt 3000 bis 5000 Europäer.

Der Innenminister versicherte zugleich, die europäischen Geheimdienste würden die Lage verfolgen und Informationen austauschen. „Wenn uns diese Welle erreicht, müssen wir bereit sein“, so der Innenminister weiter. Laut Jambon sind inzwischen 117 Belgier, die für die Terroristen kämpften, nach Europa zurückgekehrt. Die Hälfte von ihnen sitze derzeit in Haft, der Rest werde beobachtet. Dutzende weitere sollen versucht haben, nach Syrien zurückzureisen. Im vergangenen September hatten belgische Behörden die Inbetriebnahme einer Datenbank islamistischer Söldner angekündigt. Diese soll Informationen über etwa 650 belgische Bürger enthalten, die bereits in der Region kämpfen oder zu diesem Zweck dorthin gefahren sind bzw. dies zu tun planen.